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Lebenswerk aus den Händen gegeben

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„Ich will Euch allen danken. Alle haben mich ein Stück auf meinem Lebensweg begleitet“, dankt die langjährige Kita-Leiterin Friederike Schenk (links) den zahlreichen Gästen und für viele Glückwünsche für die Zukunft als Ruheständlerin.
„Ich will Euch allen danken. Alle haben mich ein Stück auf meinem Lebensweg begleitet“, dankt die langjährige Kita-Leiterin Friederike Schenk (links) den zahlreichen Gästen und für viele Glückwünsche für die Zukunft als Ruheständlerin.

Elze „Es begab sich aber zu der Zeit, dass eine junge Mutter nach Elze zog“ – Was zunächst wie die Weihnachtsgeschichte klingt, nimmt für die Zuhörer eine unerwartete Wendung: Im sprachlichen Stil des Lukas-Kapitels blickt Pastor Dirk Glanert auf die Anfänge des Wirkens von Friederike Schenk in der Saalestadt zurück.

Amüsiert hören die zahlreichen Besucher im Friedenshaus des CJD, wie Schenk vor etwa 25 Jahren aus der (Betreuungsplatz-)Not eine Tugend machte und sich der Herausforderung stellte, einen Spielkreis für den Nachwuchs von CJD-Mitarbeitern zu eröffnen. Eineinhalb Jahre später war daraus der CJD-Kindergarten beziehungsweise im weiteren Verlauf die Kindertagesstätte entstanden. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert kümmerte sich Friederike Schenk als Leiterin der Einrichtung um die Belange und Förderung der Kleinen und Allerkleinsten. Nun war für viele Familienangehörige, Wegbegleiter, Kollegen, Eltern sowie Vertreter anderer Elzer Kinderbetreuungseinrichtungen, der beiden Grundschulen, des CJD und der Stadt der Moment gekommen, der engagierten Kita-Leiterin für das Geleistete zu danken und sie in einer gemeinsamen Andacht in den Ruhestand zu verabschieden. „Sie gibt ihr Lebenswerk aus den Händen“, verdeutlichte Glanert die Bedeutung des Moments und würdigte die besonderen Gaben und Fähigkeiten Schenks, Kinder zu betreuen und zu begleiten. „Ein Abschied mit dem Gefühl, dass das eigene Kind auf eigenen Beinen steht“, wünschte Glanert der Ruheständlerin mit Blick auf die Entwicklung der von ihr initiierten Kinderbetreuungseinrichtung, bei der im zurückliegenden Jahr durch den Umzug des Kindergartens vom CJD-Gelände an die Bahnhofstraße nochmals eine tiefgreifende Veränderung vollzogen worden war.

CJD-Schul- und Einrichtungsleiter Eckhard Nührig erinnerte an die lange gemeinsame Zeit beim CJD. Bei Schenk lernten Kinder Toleranz, Offenheit, Achtung, Freundschaft, Vertrauen und zu lieben, würdigte er ihr pädagogisches Wirken. „Am heutigen Tag geht der berufliche Lebensabschnitt zu Ende, der erfahrungsreich, abwechslungsreich und farbenfroh war.“

„Ich will Euch allen danken. Alle haben mich ein Stück auf meinem Lebensweg begleitet“, dankte Schenk den Gästen und für viele gute Wünsche für die kommende Zeit. Angesichts der vielen lobenden Worte und gemeisterten Herausforderungen betont sie: „Ohne die Hilfe Gottes hätte ich es nie geschafft.“

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