Wartehäuschen an Bushaltestelle: Esbecker hofft auf Unterstützung von Krumfuß

„Lässt die Stadt unsere Kinder im Regen stehen?“

Haltestelle Esbeck-Ort: Keine Probleme gibt es für die Kinder, wenn sie nach dem Schultag wieder im Heimatort ankommen. Morgens allerdings warten sie bei Wind und Wetter ungeschützt an der Fahrbahn auf den Schulbus. Fotos: Appel

Esbeck Die Schilder an der Bushaltestelle Esbeck-Ort sind erst wenige Wochen alt. Die Haltstelle selbst allerdings gibt es schon ewig. Und seit einigen Jahren ist dort morgens richtig was los: „Seit es die KGS in Gronau gibt, fahren von hier die Esbecker Schüler morgens ab“, berichtet der Esbecker Michael Götzel. Als Großvater eines dieser Schulkinder kämpft er dafür, dass der Nachwuchs künftig nicht mehr Wind und Wetter ausgesetzt ist und sicherer auf den Bus warten kann.

„Ich fahre hier jeden Morgen vorbei und sehe immer an die acht Kinder auf den Bus warten“, erläutert Götzel. Nicht nur, dass die Mädchen und Jungen morgens stets der Witterung ausgesetzt seien findet der Esbecker bedenklich. Angesichts der wenigen Zentimeter zwischen Fußgängerweg, der an der Haltestelle auch als Wartebereich dient, und der Fahrbahn der Landesstraße in Richtung Eime sorge er sich insbesondere um die Sicherheit der Schüler. „Im Winter ist es ja noch gefährlicher, wenn der Schneeschieber hier durchgepflügt ist“, blickt er schon auf die kommenden Monate.

Kurzum: Damit die Kinder sowohl eine Möglichkeit haben, sich beim Warten auf den Bus unterstellen zu können, und gleichzeitig das Gefahrenpotenzial entschärft ist, schlägt Götzel vor, die Haltestelle wenige Meter zu verlegen. Am Einmündungsbereich der Sonnenbergstraße sei ausreichend Platz für ein kleines Wartehäuschen. „Und der Bus kann problemlos halbschräg ranfahren“, so Götzel.

Seine Bitte habe er der Stadt Elze vorgetragen. „Da hieß es nur, dass eine Bushaltestelle viel kostet“, berichtet der Esbecker von der Reaktion aus dem Rathaus. „Bis in den Stadtrat hat es mein Antrag wohl gar nicht geschafft.“ Auf seine letzte Anfrage im August sei seitens der Verwaltung schon gar nicht mehr eingegangen worden.

„Fallen hinten runter“

„Es braucht doch gar keine wahnsinnig riesige Bushaltestelle mit abgesenktem Bord oder ähnlichem. Eine einfache Unterstellmöglichkeit reicht vollkommen aus. Das dürfte doch maximal 5 000 Euro kosten“, sagt Götzel. Und mit Blick auf die jüngsten Investitionen in der Elzer Kernstadt sagt der Esbecker frustriert: „Man hat wieder einmal das Gefühl, dass Esbeck hinten runterfällt. Lässt Elze die Esbecker Kinder im Regen stehen?“

Die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes nicht im Regen stehen lassen, möchte CDU-Landtagsabgeordneter Klaus Krumfuß. „Mir ist es immer wichtig, dass Bushaltestellen möglichst so angelegt sind, dass Kinder keinen Gefahren ausgesetzt sind“, sagt der Christdemokrat, der zudem Vorsitzender der Verkehrswacht Alfeld ist. Beim Vorortgespräch mit Götzel verspricht er, mit der Stadt Elze sowie der RVHI zu sprechen, inwieweit die Verlegung der Bushaltestelle möglich ist.

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