Elzer Kleingärtnerverein und Kunst- und Kulturverein laden zur Aktion „Gastliche Gärten, Rosen und Rüben“ ein

Kunst zieht in Elzer Kleingärten ein

Bereiten das Event unter dem Motto „Gastliche Gärten, Rosen und Rüben“ vor (v.l.): Wiebke Albes, Friederike Grojean, Carsten Frömling, Ilse Hurnaus und Sirun Böhm. Kleingärtnerverein und Kunstverein arbeiten bei dem Projekt Hand in Hand. Foto: Kuhlemann

ELZE „Kompost, Kunst und Kletterrosen“: So heißt das Gemeinschaftsprojekt, das der Kleingärtnerverein Elze und der Kunst- und Kulturverein „Fundus“ Elze gemeinsam für Mitte August vorbereiten. „Kunst findet nicht im Elfenbeinturm statt, sondern wir gehen dahin, wo man Kunst nicht vermutet“, freut sich Ilse Hurnaus, Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins, auf den Tag, der unter dem Motto „Gastliche Gärten“ angeboten wird.

Auch Carsten Frömling, Vorsitzender des Kleingärtnervereins Elze, sieht die Aktion als Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit einmal anders zu präsentieren: 20 Gartenbesitzer haben ihre Teilnahme zugesagt. In der gesamten Anlage sind an diesem Tag Gärten zu finden, in denen Bilder, Skulpturen und Kleinkunst ausgestellt werden, aber auch Handgemachtes, Selbstgestaltetes und Überraschendes. Künstlerisches wird zum Mitmachen anregen und Live-Musik wird durch die Gärten klingen

Außerdem werden Lesungen, unter anderem von Mitgliedern der Schreibwerkstatt „Wort für Wort“, zu hören sein. Sie werden Geschichten rund um den Garten vorlesen.

Die Elzer Kleingärtner möchten mit dieser Veranstaltung Interessierte darauf aufmerksam machen, dass ihre Anlage an der Schmiedetorstraße gern auch für Besucher und Spaziergänger offen steht. Absichtlich soll ein parkähnlicher Charakter erhalten bleiben, der alle Gartenbesitzer und auch Besucher erfreut. Dafür wird auf Hecken und Zäune verzichtet. Neugierige Blicke in die einzelnen Parzellen sind ausdrücklich erwünscht.

Die Ausrichter sind sich sicher, dass ihr Vorhaben am Sonntag, 17. August, in der Zeit von 11 bis 18 Uhr auf großes Interesse stoßen wird, und das nicht nur bei den Elzer Bürgern.

Treffen der Nationen

„Kunst und Natur, das passt zusammen. Und: Wo verschiedene Kulturen zusammentreffen, ist nicht nur Vielfalt geboten, sondern es entsteht etwas Neues“, sagt Sirun Böhm vom Kunstverein. Laut Aussage von Carsten Frömling gebe es zahlreiche Gartenpächter mit unterschiedlicher Herkunft. Alle freuen sich bereits auf die Begegnung verschiedener Nationalitäten, die sich durch das bunte Programm in der Kleingartenanlage ergeben werden. „Poesie, Papierkunst, Literatur, Musik, Bildende Kunst, Märchenerzähler und ein Flohmarkt – das alles wird auf den Parzellen geboten“, schwärmt Ilse Hurnaus von der Vielfalt, die die Gäste erwartet. Teilweise sollen auch Ergebnisse der im Kunstverein erstellten Produkte präsentiert werden. Sie freut sich auch schon auf den „Walk-Act“: Als Gartenzwerg verkleidete Kinder werden „bunte Tüten“ mit Süßigkeiten anbieten. Wer Probleme hat, das „Event im Grünen“ zu erreichen, wie etwa Gehbehinderte, kann einen Shuttle-Service in Anspruch nehmen. Für das leibliche Wohl wird auch gesorgt. „Rund 90 Prozent der angebotenen Waren, unter anderem Gemüsesuppe, Kartoffelpfanne und Obstkuchen, sind eigene Erzeugnisse“, verspricht Carsten Frömling. Im Vorfeld wird bei einer Ferienpassaktion mit Friederike Grojean vom Kleingärtnerverein ein Duft-Memory vorbereitet. Auch Sonnenblumen aus Holz sollen von den Kindern gebastelt werden, die dann als Wegweiser für die teilnehmenden Kleingärten dienen. Die Mitglieder des Kunstvereins kennen sich mittlerweile gut in der Anlage aus, denn sie haben die Kleingärten bei einer Foto-Aktion aus vielen verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. Ausgewählte Ergebnisse der insgesamt 500 Fotos werden am 17. August per Beamer auf die Musterhaus-Hütte projeziert.

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