Kunst- und Kulturverein „Fundus“ lädt zu besonderen Aktionen im September ein / Workshops und Walking Acts

Kunst-Spaziergang in Elze

Sirun Böhm, Gunda Kaper-Lührs und Ilse Hurnaus (v.l.) erarbeiten zusammen die Idee, Kunst in Elze in Bewegung zu bringen. Im September bietet der Kunst- und Kulturverein „Fundus“ hierzu ein umfangreiches Programm an. Foto: Hüsing

ELZE „Malen ist Freiheit“, beschreibt Gunda Kaper-Lührs, was ihr die Kunst bedeutet. „Ich male, was ich möchte, und probiere viel aus“, erklärt sie, woher ihre Bandbreite an Motiven und Techniken kommt. Eine Auswahl können Interessierte bald entlang der Hauptstraße in Elze bewundern, da sich der Kunst- und Kulturverein „Fundus“ eine besondere Aktion im September ausgedacht hat.

„Ich habe mich in meinen Werken mit den 50er und 70er Jahren auseinandergesetzt, male, was mich beschäftigt oder was ich sehe“, beschreibt Kaper-Lührs ihre Arbeit. Die gelernte Sozialpädagogin hat diese Leidenschaft für sich als Ausgleich zu ihrem Berufsleben entdeckt. „Man hat viel mit Elend zu tun. Da war es für mich wichtig, auch das pralle, schöne Leben zu malen“, beschreibt die gebürtige Bremerin. Hieraus schöpfe sie ihre Kraft. Doch auch schwierige Szenen – schreiende und missbrauchte Kinder – finden sich in ihren zahlreichen Werken wieder. Ein Thema, das die Künstlerin immer begleitet hat, ist Bewegung. „Ich tanze selbst, und Bewegung bedeutet für mich einerseits vorankommen, andererseits Situationen zu spüren“, beschreibt Kaper-Lührs ihre Gedanken. Die Künstlerin setzt vorwiegend Acryl ein, ist aber auch anderen Techniken gegenüber aufgeschlossen.

„Wir haben Gunda bei einer Ausstellung in Laatzen kennengelernt. Die Lebendigkeit in ihren Bilder hat uns angesprochen und wir sind miteinander ins Gespräch gekommen“, schildert Ilse Hurnaus, Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins „Fundus“, die erste Begegnung. Hieraus entstand dann nach und nach die Idee, Kunst in Bewegung zu bringen.

Gelegenheit hierzu ist ab Sonnabend, 5. September, in Elze. In zahlreichen Schaufenstern der Geschäfte werden Bilder der Künstlerin aus Hotteln zu sehen sein. „Wir haben die Geschäftsleute angesprochen und sie gefragt, ob sie ein Bild ausstellen würden und sich am Tag des Kunst-Spaziergangs mit einer Bank, einer Blume oder einer anderen Sitzgelegenheit einbringen möchten“, sagt Hurnaus. Parallel hierzu hat sich Sirun Böhm um einige Kleinkünstler bemüht, die ebenfalls entlang der Hauptstraße anzutreffen sein werden. Hierzu zählen die Walking Acts von Janina Grauert und Hartmut Brandt sowie der Trommler Pit. Die drei werden mit einem Kinderwagen, Saxofon oder eben der Trommel die Leute mit spontanen Einlagen unterhalten. Beginn des gemeinsamen Kunst-Spaziergangs ist um 11 Uhr. „Die Stadt stellt uns das ehemalige Schreibwarengeschäft Jagau gegenüber des Rathauses als Ausstellungsraum und Treffpunkt zur Verfügung“, bedankt sich Böhm für die gute Zusammenarbeit.

Hier werden in den drei Ausstellungswochen auch donnerstags von 14 bis 17 Uhr und sonnabends von 11 bis 13 Uhr Mitglieder des Kunstvereins und die Künstlerin anzutreffen sein. „Jeder kann sich die Bilder während der drei Wochen anschauen, wann immer es ihm gefällt“, hofft Böhm, auch zur Kommunikation anzuregen. Um das Angebot abzurunden bietet Gunda Kaper-Lührs zudem am 19. (11 bis 14 Uhr) und 25. September (17 bis 20 Uhr) zwei Workshops an, um Techniken zu vermitteln, die auch für Anfänger geeignet sind. Nähere Informationen gibt es bei „Fundus“. Die Workshops werden ebenfalls im „Atelier auf Zeit“ an der Hauptstraße stattfinden.

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