Kultursommer: Ausstellung „Raum für Berührungen“ in Wittenburg eröffnet

„Kunst zum Anfassen“ in der Klosterkirche

Ausstellungseröffnung in der Klosterkirche: Bunt gemischtes Publikum hört dem Laudator aufmerksam zu. Fotos: Kolbe

WITTENBURG Gib der Kunst Raum für „Berührungen“: Unter diesem Titel stellen die Malerin Birgit Hagen und der Bildhauer Ditmar Wrede ihre Werke im Gotteshaus auf der Finie aus. Die Vernissage fand am Sonntag zum Auftakt des „Wittenburger Kultursommers“ in der Klosterkirche statt.

Der große Raum der Kirche bietet ein perfektes Ambiente für die großformatigen Bilder und eindrucksvollen Skulpturen.

Birgit Hagen verleiht ihren Kunstwerken zum Teil warme, zarte Farbtöne, in denen durch kräftige Farben das eigentliche Motiv hervorgehoben wird. Die Bilder enthalten viele Farbschichten und wirken plastisch, geheimnisvoll und spannend. Ihre Kompositionen bestechen mit räumlichen Elementen, die sich zum Teil mit grafischen Details überlagern. Der Betrachter wird angeregt in das Bild einzutauchen, um die künstlerische Interpretation und außergewöhnliche Sichtweisen zu entdecken. Die Arbeiten entstehen intuitiv in ihrem Atelier auf dem Mehrgenerationenhof Hagen in Lübbrechtsen. Zu den Leidenschaften der Künstlerin zählen auch das Weitergeben, Mitteilen und Anregen. Rüdiger Pöhlchen, der eine sehr treffende Laudation hielt, sagte: „ Die lichterfüllten Themen, die bis an die Grenze der greifbaren Wirklichkeit vorstoßen und im Grunde stets Abstrahierungen des Lebens und von Natureindrücken sind, widerstrahlen eine lebensbejahende Auseinandersetzung mit Problemen unserer Umwelt mit all ihren Facetten“.

Ebenso treffend schilderte Pöhlchen die Arbeit und Motivation des Bildhauers Ditmar Wrede. Er erwähnte den Ruf des Künstlers, ein „origineller Gestalter von Holzplastiken“ zu sein und nannte Delligsen als den Ort seines künstlerischen Mittelpunktes. In der Ausstellung ist ein Querschnitt durch den kreativen Bereich des Künstlers zu sehen, der ein hohes Maß an handwerklichem Können und technischer Akribie zeigt. Mal sind es abstrakte menschliche Darstellungen, oder geschwungenes Holz in eleganter Linienführung mit eigenem Charakter, in das auch mal gläserne Elemente eingearbeitet sind. Den Besuchern ist es gestattet, die Werke nicht nur anzuschauen, sondern auch zu erfühlen. Dem Verein ist mit dem Zusammenspiel von Musik und darstellender Kunst eine ansprechende Auftaktveranstaltung gelungen. Die Kirche ist jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr geöffnet, sodass die Ausstellung besucht werden kann.

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