Mitglieder des Ausschusses für Bau- und Ordnungswesen votieren einstimmig für Umgestaltung der Kreuzung am Freibad

Kostengünstige Lösung ist gefunden

Ariane Brandes, Albert Wille und Jürgen Schulte-Schüren (von links) lauschen den Ausführungen des Bürgermeisters zum Thema Ausbau der Kreuzung am Freibad. Foto: Siedlaczek

ELZE Es soll ein Kreisel werden: In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau- und Ordnungswesen haben sich die Fraktionen einstimmig für den Ausbau der Kreuzung am Freibad zu einem Kreisverkehr ausgesprochen.

Bereits in der Vergangenheit hatte die Stadt angedacht, den Straßenverlauf am Freibad durch das Anlegen eines Kreisels zu entschärfen. Dies war allerdings bislang an den veranschlagten Kosten gescheitert. Das berichtete Bürgermeister Rolf Pfeiffer: „Damals war die Rede von Kosten in Höhe von 200 000 bis 300 000 Euro.“ Doch es geht auch günstiger. Das Ingenieurbüro Richter aus Hildesheim erhält laut der Beschlussvorlage den Auftrag für die weiteren Planungen. Es hat einen alternativen Vorschlag eingereicht, der mit Kosten von 30 000 bis 40 000 Euro deutlich günstiger ausfällt. „Bei dieser Summe handelt es sich allerdings erstmal um eine grobe Zahl“, betont Pfeiffer.

Die Gestaltung der Fahrbahnführung und des Kreisels könnte, so erklärt Pfeiffer, mit grauen Blocksteinen erfolgen. Der Kreisel würde dann eine Füllung mit Erde oder sogar als Sichtschutz einen bepflanzten Erdhügel und je nach Wunsch eine Skulptur erhalten. Ein Kreisel, der durch eine Erhöhung nicht einsehbar ist, würde den Verkehr zusätzlich verlangsamen.

Bereits im vergangenen Jahr wurde der südliche Ortsausgang von Elze an der Straße Königsstuhl durch eine Straßenverengung und das Aufstellen von Blumen-kübeln umgestaltet, um den Lastverkehr zu vermindern und Geschwindigkeiten abzubremsen. Auch sollte diese Maßnahme zur Erprobung einer geplanten Verkehrsregelungen dienen und wurde seitens des Landkreises zunächst für sechs Monate bewilligt. Im Februar wurde eine Verlängerung um weitere sechs Monate ausgesprochen. Der Landkreis bat allerdings darum, innerhalb der Gültigkeitsdauer eine städtebauliche Entscheidung für oder gegen die bauliche Herstellung einer solchen oder ähnlichen Einengung zu treffen.

Seit Einrichtung der Provi-Steine konnte zwar ein Rückgang des Lastverkehrs verzeichnet werden, doch kamen von Seiten einiger Anwohner Beschwerden, dass eine erhöhte Geräuschkulisse durch das An- und Abfahren der Fahrzeuge erzeugt werde. Auch die eingeschränkte Sicht aufgrund der Blumenkübel sorgte für Kritik. „Wir müssen an diesem Punkt reagieren und haben das mit diesem Vorschlag zum Straßenausbau getan“, erklärt Pfeiffer.

Durch die Neugestaltung der Kreuzung am Freibad würde der Verkehr bereits 100 Meter früher verlangsamt. Auch Kinder könnten Dank der geregelten Straßenführung die Kreuzung am Freibad leichter queren.

Die vorhandenen Verkehrsinseln Richtung Süden und Norden und die Ampelanlage könnten trotz des Kreisels weiterhin genutzt werden, und in der Straße „Am Stadion“ würde ein neuer Fahrbahnteiler entstehen. Im Bereich der Straße „Am Freibad“ müssen der Radweg und die Zufahrt zum Parkplatz leicht verschwenkt werden. Die Passierbarkeit für Lastwagen wurde bei der Planung berücksichtigt. Die Fraktionen befürwortenten einstimmig den Beschlussvorschlag zum Ausbau der Kreuzung.

Außerdem votierten sie einstimmig für den städtebaulichen Rahmenplan zur Innestadtsanierung sowie für die siebte Änderung des Bebauungsplans „Mühlenfeld II“.

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