Saisonstart für die Elzer Hobbygärtner / Demografischer Wandel schlägt voll zu / Jahreshauptversammlung am 9. Mai

Kleingärtner rühren die Werbetrommel

Werben für die Kleingärtner in Elze: Vereinsvorsitzender Carsten Frömling und seine Stellvertreterin Friederike Grojean vor einer Parzelle mit blühenden Osterglocken und Forsythien.

ELZE Mit den ersten wärmeren Sonnenstrahlen zieht es die Hobbygärtner wieder an die frische Luft. Das gilt auch für die Mitglieder des Kleingärtnervereins Elze, die mit den ersten Aufräum- und Vorbereitungsarbeiten für die neue Saison beschäftigt sind. „Die ersten haben sogar schon im März Kartoffeln gelegt“, sagt Carsten Frömling, Vorsitzender des Elzer Vereins.

Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Friederike Grojean verschafft er sich einen Überblick über die Anlage am Ende der Schmiedetorstraße. Ganz zufrieden sind die beiden nicht, denn sie haben einen leichten Mitgliederrückgang zu verzeichnen, der mit dem Freiwerden von Parzellen einhergeht. Schuld daran ist nicht mangelndes Interesse, sondern der demografische Wandel, der auch vor den Kleingärtnern nicht halt macht. In der Regel hat jedes Vereinsmitglied einen Garten auf der Anlage. Waren vor knapp drei Jahren noch bis auf zwei alle 86 Parzellen verpachtet, sind es jetzt nur noch 76. Dieser Entwicklung wollen Grojean und Frömling mit dem Vorstandsteam entgegenwirken – und haben sich schon einige Dinge ausgedacht, wie sie die Werbetrommel rühren können. So ist für Sonnabend, 30. Mai, ein großes Familienfest geplant, um die Anlage für die Bevölkerung zu öffnen. Dabei setzt der Vorstand auf „klassische Spiele“, wie etwa Sackhüpfen, Eierlaufen und Schiebekarre-Wettrennen. Auch eine Schnitzeljagd durch die Anlage ist vorgesehen. Am Nachmittag werden Kaffee und Kuchen (gespendet von den Vereinsmitgliedern) gereicht, abends soll das Fest mit Grillgut und kühlen Getränken ausklingen. „Unser Ziel ist es, junge Leute für die Anlage zu begeistern“, sagt die zweite Vorsitzende, die auch an den etablierten Aktionen, wie beispielsweise Ferienpass und Erntedankfest, festhält.

Was spricht für die Pacht einer Parzelle beim Kleingärtnerverein in Elze? „Die Arbeit im Garten ist ein schöner Ausgleich zum Job, das ist entspannend. Außerdem gibt das Ernten der eigenen Produkte ein besonderes Lebensgefühl“, sagt Friederike Grojean. „Frische Luft und Ruhe sowie gestalterische Freiheit“, ergänzt Carsten Frömling, der auch die gesunde Ernährung nicht vergisst: „Mehr Bio geht nicht, denn man weiß, was man auf den Acker gestreut hat“, so der Vorsitzende.

Frömling weist schon auf den nächsten wichtigen Termin hin: Am Sonnabend, 9. Mai, beginnt um 15 Uhr die Jahreshauptversammlung. Auf der Tagesordnung stehen Vorstandswahlen sowie eine Satzungsänderung inklusive Gartenordnung nebst Pachtverträgen. Daher bittet der Vorsitzende um rege Beteiligung.

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