Elzer besprechen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und blicken auf Wahlkampf

Klausurtagung der SPD: Kommunikation wichtig

Premiere: Bei der Klausurtagung der Elzer Sozialdemokraten im Bürgertreff sind die Teilnehmer stundenlang voll konzentriert.

ELZE „Wir haben Neuland betreten und der Versuch hat einwandfrei geklappt“, sagte Michael Falke, Vorsitzender des SPD-Stadtverbands in Elze, zur eintägigen Klausurtagung im Bürgertreff. Mit Sören Thoms von der Universität Hannover hatten die Sozialdemokraten einen Referenten verpflichtet, der sich mit den Strukturen der Parteiarbeit auskennt und diese auch gut vermitteln kann.

15 Sozialdemokraten aus Elze und den Ortsteilen, darunter auch Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer, waren der Einladung von Organisator Michael Falke gefolgt. „Nach den jüngsten Geschehnissen in der lokalen Politik, die durch viel Unruhe gekennzeichnet war, war der Zeitpunkt genau richtig“, betonte Falke im Gespräch mit der LDZ. Das Treffen habe sich nicht nur auf die grundsätzliche Fraktionsarbeit der SPD beschränkt, sondern sei auch auf die im kommenden Jahr ausgerichtete Kommunalwahl ausgerichtet, so der Sehlder.

„Interessant war der Einstieg, denn der Referent hat uns gebeten, ein Partnerinterview durchzuführen. Dabei hat sich herausgestellt, dass wir Vieles von unserem Gegenüber gar nicht wussten“, erinnert sich Falke.

Danach folgte ein „Brainstorming“ zur Fraktionsarbeit, in dem Stärken und Kompetenzen wie Meinungsvielfalt, aber auch Schwächen durchleuchtet wurden. „Wir haben von Sören Thoms gelernt, dass es so etwas wie Fraktionszwang gar nicht gibt, sondern nur eine Fraktionsdisziplin“, hob der Stadtverbandsvorsitzende einen aus seiner Sicht wichtigen Faktor hervor. Zudem wurden Regeln für gute Zusammenarbeit aufgestellt. In gemeinsamer Arbeit wurden Schwerpunkte der Fraktionsarbeit ermittelt, darunter etwa die Außendarstellung und gemeinsame Ziele, die in kurzen Vorträgen vor der Runde präsentiert wurden. Als Erfolgsfaktoren für Teams wurden unter anderem explizite Rollen- und Aufgabenverteilungen, unterschiedliche Arbeitspräferenzen, gemeinsame Zielvorstellungen und regelmäßige Kommunikation genannt, wozu alle den gleichen Kommunikationsstand haben müssten.

Eines der Themen von der Ergebnisliste war der Wunsch, „andere Meinungen zu akzeptieren sowie ehrlich, vertrauensvoll und respektvoll miteinander umzugehen“, außerdem sollten alle ihre Vielfalt und Stärken besser wahrnehmen und nutzen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Klausurtagung war die im nächsten Jahr anstehende Kommunalwahl. So haben die Teilnehmer einen Zeitstrahl angefertigt, auf dem die wesentlichen Punkte aufgeführt sind, die bis zum 11. September 2016 erledigt sein müssten.

Neben der Erarbeitung des Wahlprogramms stehen natürlich die Kandidaten im Mittelpunkt, die bis Januar nächsten Jahres feststehen sollen. „Wer das sein wird, kann ich an dieser Stelle noch nicht verraten, nur so viel: Es wird neue Gesichter geben“, verspricht Michael Falke. Im Frühjahr sollen sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Zum Abschluss der Klausurtagung wurde noch ein Feedback-Diagramm erstellt, bei dem die Teilnehmer Atmosphäre und Inhalte bewerten sollten. Das Ergebnis: Alle Beteiligten setzten die Bewertungspunkte im oberen Bereich ein. „Also waren sie mit dem Programm zufrieden, genau wie ich“, betonte Falke.

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