Zuhörer vom qualitativ hochwertigen „Elzer Abend der Chöre“ begeistert

Klanggenuss in der Kirche

Sorgen für stilvolle Unterhaltung: Mädchen und Jungen des Christophoruschors unter der Leitung von Jürgen Kruppa. Fotos: Fritzsche

ELZE „Ein Abend zum Genießen“, „Phantastisch“, „Großartig“, so lautete ein kleiner Auszug des durchweg positiven Fazits, das die Besucher des „Elzer Abends der Chöre“ zogen. Sie alle zeigten sich angetan vom qualitativ hochwertigen wie vielseitigen Klanggenuss, der ihnen an diesem Abend in der Elzer Peter- und Paul-Kirche geboten wurde.

Die Freude, die die beteiligten Chöre ihren Zuhörern bereiteten, war diesen anzusehen und sie sparten dann auch nicht mit Applaus, um ihre Begeisterung kund zu tun.

Den Auftakt der Veranstaltung, die erstmalig im Rahmen der Feierlichkeiten anlässlich des 400. Jubiläums der Elzer Stadtrechte inszeniert und auf Grund ihres großen Erfolgs jetzt wiederholt wurde, gestaltete der „Kirchenchor Peter- und Paul-Kirche Elze“, der etwa mit dem Psalm „Du bist da“ und Matthias Michels „Jubilate“ mit seinem anspruchsvollen Können überzeugte.

Glockenklarer Gesang, eine enorme Stimmengewalt und ein harmonisches Miteinander präsentierte der „St. Margarethen-Chor Salzhemmendorf“. „Halleluja“ von Philipp Heinrich Erlebach faszinierte das Publikum ebenso wie Heinrich Schütz´ Werk „Also hat Gott die Welt geliebt“.

Der Auftritt des „Christophoruschores CJD Elze“ war wie gewohnt ein Genuss für die Ohren, aber eben auch für die Augen. Ihr temperamentvoller Dirigent und Leiter Jürgen Kruppa führte die über 50 Jungen und Mädchen hingebungsvoll an, die mal sanft und hoffnungsvoll, mal leidend und traurig, aber immer lebendig ihr Talent unter Beweis stellten. Ihr Repertoire von „I have a dream“ (Carsten Gerlitz) beeindruckte ebenso wie „Cantate Domino“ oder Felix Mendelssohn-Bartholdys „Richte mich Gott“. Ein belustigtes Lächeln in die Gesichter der Zuhörer zauberte der „Sprechwalzer“ aus der Feder von Ernst Toch – und die Inszenierung von „Es waren zwei Königskinder“ konnte herzergreifender und mitfühlender nicht sein.

Schweigeminute

Nach der Pause erinnerte Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer zunächst an die schrecklichen Ereignisse des terroristischen Anschlags in Frankreich und ließ eine Schweigeminute für die Opfer und deren Angehörige durchführen, bevor die Musik und der Gesang wieder den Platz auf der Bühne einnahmen.

Dort hatte sich mittlerweile der „Gemischte Chor Mehle“ aufgestellt, der mit viel Erfahrung und ausgereiften Stimmen ein wohlklingendes Miteinander demonstrierte. „Der Lindenbaum“ von Franz Schubert fand dabei ebenso das große Gefallen der Gäste wie Franz Schuberts „Im Abendrot“ oder das allseits bekannte Stück „Der Mond ist aufgegangen“.

Vor dem großen Finale, bei dem alle beteiligten Chöre – aufgeteilt in der ganzen Kirche – zum gemeinsamen Kanonsingen antraten und damit das „i-Tüpfelchen“ auf die Veranstaltung setzten, hatte der „Kammerchor des CJD Elze“ noch seinen Auftritt. Anspruchsvoll, formvollendet und einfach zum Genießen – rissen die Sänger ihr Publikum in den Bann, das sie unter anderem mit „Gabriellas sang“ (Lars Wallenäs) oder „Wenn ich vergnügt bin, muss ich singen“ (Carsten Gerlitz) und nicht zuletzt dem passenden Stück „Wer hat an der Uhr gedreht“ begeisterten. „Immer wieder schön und immer wieder ein Genuss“ – mit diesem Lob verließen die Zuhörer die Elzer Kirche.

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