Flüchtlingshilfe: Koordinierungstreffen bei Elzer Diakonie-Beratungsstelle / Gruppenleiter gesucht

Jetzt gibt es konkrete Themen

Koordinierungstreffen der Institution „Runder Tisch Asyl in Elze“ (v.l.): Diakoniebeauftragte Katharina Körbes, Veronika Büschgens (Netzwerk Zukunft), Mohammed Nouali (Integrationshelfer von Asyl e.V. Hildesheim), Andreas Fromme (Stadt Elze), Anja Hoppe (Diakonie-Beratungsstelle Elze) und Superintendent Christian Castel werden bei ihrer Besprechung konkret. Foto: Kuhlemann

ELZE Jetzt wird es konkret: Nachdem beim letzten großen Treffen der Institution „Runder Tisch Asyl“ Ende Oktober mehr als 80 Teilnehmer ihre Hilfe angeboten hatten (die LDZ berichtete), hat es jetzt ein Treffen gegeben, bei dem die Forderung erfüllt wurde, die zuletzt aufkam: Die Hilfe für Flüchtlinge muss koordiniert werden.

Beim Treffen im Gebäude der Elzer Diakonie-Beratungsstelle waren neben „Hausherrin“ Anja Hoppe auch Superintendent Christian Castel, Diakoniebeauftragte Katharina Körbes, Veronika Büschgens vom Netzwerk Zukunft, Fachdienstleiter Andreas Fromme von der Stadtverwaltung und Mohammed Nouali als Integrationshelfer und Dolmetscher vom Verein Asyl e.V. Hildesheim dabei.

Bislang hat Elze in zahlreichen Fällen als Drehscheibe für in Zügen angereisten Flüchtlingen gedient, doch früher oder später wird die Zeit kommen, wenn Flüchtlinge in Elze untergebracht werden müssen. Darüber sind sich alle Beteiligten einig und daher wollen sie Vorkehrungen treffen, um vorbereitet zu sein.

Außerdem leben bereits 34 Flüchtlinge in der Saalestadt und den Ortsteilen, die auch betreut werden müssen – das wurde einmal mehr bei der Besprechung am Montagnachmittag deutlich. „Wichtig ist eine offene Begegnung, damit bei den Menschen keine Langeweile aufkommt, gerade in kleinen Orten“, weiß Mohammed Nouali, der Kontakt zu allen Flüchtlingen in den Gemeinden Elze, Gronau und Nordstemmen hält, aus Erfahrung. Der Integrationshelfer hatte schon beim großen Treffen im Oktober darauf hingewiesen, dass etwa ein Begegnungs-Café die richtige Lösung sei. Beim Koordinierungstreffen wurden weitere Schwerpunkte als mögliche Gruppenthemen herausgestellt. Ganz wichtig seien der Erstkontakt und die Aufnahme. Dazu gehören Dinge des alltäglichen Lebens, wie etwa Einkaufen, Behördengänge, Arztbesuche und auch Verkehrserziehung.

Schwerpunkte werden laut Koordinatoren auch Sprachkurse, Sachhilfen sowie Sport- und Freizeitgestaltung (inklusive Kultur und Musik) sein. „Man könnte ein kreatives Backen in der Weihnachtszeit anbieten“, denkt Mohammed Nouali an ein konkretes Beispiel. Ein anderes nennt Veronika Büschgens, die länger in Elze lebende Flüchtlinge in den Ladendienst des Netzwerkes Zukunft integrieren würde.

Doch so weit ist es noch nicht. Die Koordinatoren werden in den nächsten Tagen potenzielle Gruppenleiter aus dem großen Pool der vielen Hilfsbereiten fragen, ob sie sich vorstellen könnten, eine der Themengruppen zu betreuen. „Wenn sich die Leiter gefunden haben, haben alle anderen hilfsbereiten Elzer die Möglichkeit, sich bei ihren Themen einzubringen“, sagt Andreas Fromme von der Stadtverwaltung. Dann würden beispielsweise auch die Elzer Sportvereine und der Kunst- und Kulturverein „Fundus“ ins Spiel kommen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare