Diplom-Fitnessökonomin Mirja Klinger vom „Workout“ in Elze gibt Trainingstipps für heiße Tage

„Jede Stunde Sport einen Liter“

Larissa Ehlers trainiert regelmäßig im „Workout“ in Elze. Auch die Hitze hält die 17-Jährige nicht vom Laufen auf dem Laufband ab.

ELZE „Sport geht bei jedem Wetter – auf die richtige Dosierung kommt es an“, sagt Mirja Klinger. Die 35-Jährige ist Trainerin im „Workout“ in Elze und für die Kursorganisation zuständig. Trotz schweißtreibenden 30 Grad Celsius im Schatten ist der Parkplatz vor dem Fitnesszentrum in Elze gut belegt. Auch an zahlreichen Geräten wird deutlich, dass sich Sportinteressierte von der Hitze nicht in ihrem Training stören lassen.

„Ich bin, wenn es passt, alle zwei Tage hier und trainiere an den Geräten“, erzählt Marcel Wollmann. Zwar könnte es in den Räumen des Sportbereichs auch mal stickig werden, wenn draußen die Luft stünde, aber „es gibt Schlimmeres“. Marcel Wollmann hat für sich entdeckt, nach den Trainingseinheiten die Sauna zu besuchen, um die Muskeln zu entspannen und nicht sofort nach dem Sport zurück in die Sonne zu müssen.

„Bei diesen Temperaturen sollte der Sportler seine Einheiten gut dosieren. Den Widerstand an den Geräten kleiner einstellen oder bei Verwendung einer Pulsuhr darauf achten, diesen zu senken“, gibt Mirja Klinger einige Tipps. Ihrer Erfahrung nach haben die meisten Kunden jedoch selbst ein Auge auf diese Dinge, so dass sie sich nicht übernehmen.

Laut Weltgesundheitsorganisation sollte der Mensch zwei bis drei Liter am Tag trinken. „Bei jeder Stunde Sport kommt ein Liter hinzu“, nennt Mirja Klinger eine Faustregel der Trainer. Sonst sei die Gefahr zu hoch, dass der Körper überhitzt. Regelmäßig steuern die Kunden im „Wortout“ daher den Tresen an, um sich ihre gelben Becher mit Wasser oder Mineralgetränken auffüllen zu lassen. „Pausen zum Entspannen und Trinken sind ausdrücklich erwünscht“, betont Klinger. Hierauf weist sie auch Neulinge gerne hin.

„Wir haben im Moment eine Schnupperaktion für vier Wochen, um das Training kennenzulernen“, erzählt sie, dass gerade in der Urlaubszeit viel neues Publikum den Weg ins Fitnessstudio findet. „Optimal für den Start ist der Milon-Zirkel“, zeigt die Diplom-Fitnessökonomin auf, dass hier einmal von den Trainern codiert wird, was der Kunde leisten möchte. Den Rest übernimmt der Computer. „Jedes Training ist individuell auf den Kunden zugeschnitten. Dann können wir auch auf Verletzungen oder körperliche Einschränkungen reagieren“, so Klinger. Morgens und abends sind die Stoßzeiten im „Workout“. Hier trainieren 18 bis 88 Jahre an Geräten und in Kursen. „Jeder findet eigentlich etwas, was zu ihm passt“, ist die Trainerin überzeugt. Im Durchschnitt kommen die Kunden zwei- bis dreimal pro Woche vorbei, um den entsprechenden Wunscheffekt zu erzielen. „Am wichtigsten ist, den Puls im Auge zu behalten und ausreichend zu trinken. Dann ist nichts gegen ein Fitnesstraining einzuwenden.“ Mirja Klinger empfiehlt zudem einen Eiweiß-Shake nach dem Training: „Dann spart man sich das Einkaufen und Kochen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare