CJD-Austauschschüler aus Beaver Dam, Wisconsin, zu Gast im Elzer Rathaus

16 Jahre Freundschaft reicht über den Atlantik

Gemeinsam mit deutschen Schülern besuchen die Jugendlichen aus Beaver Dam das Elzer Rathaus.

ELZE „Wozu brauchen Sie die Klingel?“ Mit dieser Frage konnte James aus dem amerikanischen Beaver Dam in Wisconsin das sprichwörtliche Eis endgültig brechen. Gemeint war die Glocke, die bei Ratssitzungen für Ruhe sorgt, gestern allerdings nicht zum Einsatz kam, als sieben Austauschschüler gemeinsam mit ihren Lehrern, Betreuern und deutschen Jugendlichen das Elzer Rathaus besuchten.

Seit dem 5. März sind die Amerikaner aus Beaver Dam nun schon in Elze. Zuvor hatten sie Berlin besucht. Hamburg und Köln sollen noch folgen. Über das gute Miteinander freuten sich auch Karin Goedecke vom CJD, die seit 16 Jahren das Austauschprogramm betreut: „Die Partnerschaft besteht seit 1998“, sagte sie. Unterstützt wird sie von Alexandra Heinze, die in diesem Jahr zum erste Mal dabei ist: „Im Oktober oder Novemberfliege ich mit einer Gruppe nach Wisconsin.“ Beaver Dam, die Heimat der Austauschschüler, sei etwa doppelt so groß wie Elze. Das verraten die Schüler bei einem Gespräch im Sitzungssaal des Elzer Rathauses, wo sie von Beate Freimann als Stellvertreterin des Bürgermeisters Rolf Pfeiffer begrüßt wurden. Freimann gab den Schülern einen Ein- und Überblick rund um die Saalestadt. Und auch die jungen Amerikaner stellten die eine oder andere Frage – so auch nach der besagten Klingel, die im Sitzungssaal immer dann zum Einsatz kommt, wenn um Aufmerksamkeit gebeten wird. „Das Austauschprogramm des CJD wird auch durch unseren Partnerschaftsverein unterstützt“, sagte Freimann und erinnerte an die lange Freundschaft mit Ecouché. Auch die Verständigung funktionierte gut. „Die Schüler sprechen etwas Deutsch“, so Goedecke. Für die Jugendlichen, aus Beaver Dam, die von ihrem Deutschlehrer Jim Borrud begleitet wurden, war der Besuch in Elze interessant, auch wenn Deutschland in vielen Bereichen doch etwas anders ist als Wisconsin. Dort verbringe man seine Freizeit nämlich hin und wieder auch mal im Walmart. „Das Miteinader ist sehr gut, und ich bin sicher, dass das CJD-Austauschprogramm auch in Zukunft Bestand haben wird“, ist sich Goedecke sicher.

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