Jüngstes Mitglied des Vereins für Deutsche Schäferhunde in Mehle bringt Leben ins Haus

„Ira“ ist der neue Star

Tägliches Training auf der Leineinsel: Zuchtwart Dietmar Harnisch mit der neun Wochen alten „Ira vom Hilsblick“, dem jüngsten Mitglied des Schäferhundevereins Mehle. Beide werden beim „Tag des Hundes“ am kommenden Sonntag auf der Anlage in Mehle zu sehen sein. Foto: Kuhlemann

MEHLE / GRONAU Wenn am kommenden Sonntag, 7. Juni, die Feierlichkeiten anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Ortsgruppe Mehle im Verein für Deutsche Schäferhunde anstehen, wird ein Vierbeiner unweigerlich im Mittelpunkt stehen – „Ira vom Hilsblick“: Das neun Wochen junge Tier ist die neue Hündin von Zuchtwart Dietmar Harnisch und sein ganzer Stolz, den er der Öffentlichkeit nicht vorenthalten will.

Der Welpe wurde am 1. April in Lüerdissen im Kreis Holzminden geboren. Zwar war es für den Züchter Paolo Merella ein vielversprechender Wurf mit fünf Jungtieren, doch nur „Ira vom Hilsblick“ und ihre Schwester überlebten die Geburt. Mehles Zuchtwart Dietmar Harnisch und Schriftwart Reinhard Morscheck, die gemeinsam in Gronau wohnen, hatten in den vergangenen Monaten schwere Verluste hinnehmen müssen, denn im November verstarb ihre „Bella“ und im Frühjahr „Cris“ – beide an schwerer Krankheit. „Eigentlich wollte ich keinen Hund mehr haben, aber so ganz ohne geht es eben doch nicht – da fehlt was“, nennt Harnisch den Grund, warum er sich den Wurf des befreundeten Züchters in Lüerdissen angeschaut hat. Und: Mehles Zuchtwart konnte nicht anders, entschied sich beim Anblick der kleinen Hündin mit schwarz-braunen Abzeichen und einem tollen Gebiss für den Kauf – natürlich mit Ahnentafel und Impfpass. Die Haltung des Hundes sei zwar mit vielen Verpflichtungen verbunden, aber Idealismus gehöre eben dazu: „Jeder Mensch hat einen Vogel, doch der Hundebesitzer hat einen großen Adler“, so Harnisch. Seit einer Woche lebt „Ira vom Hilsblick“, die später ausgebildet und ausgestellt werden soll, bei ihrem neuen Herrchen in Gronau. „Wir mussten uns erst aneinander gewöhnen, auch mit den vier Katzen verträgt sich Ira, die nachts im Zwinger schläft, mittlerweile“, informiert Harnisch. „Man merkt, dass sie die ersten Wochen mit mehreren Hunden aufgewachsen ist, außerdem hört sie schon relativ gut auf ihren Namen“, freut sich der Gronauer über die schnellen Lernfortschritte des Welpen. „Ira“ habe sich bei ihren täglichen Spaziergängen auch schon an die äußeren Einflüsse, wie Autos, Trecker und Motorräder, gewöhnt. Und die Kleine habe beim Herumtollen auf der Leineinsel auch schon „Spielkameraden“ gefunden, wie etwa den chinesischen Jagdhund „Payton“ und andere Vierbeiner. Zu Hause mache die bereits geimpfte und gechipte „Ira“, die noch stubenrein werden muss, natürlich noch viel Blödsinn: „Wassertöpfe umschmeißen und Futternäpfe von Katzen leer fressen sowie Schraubenschlüssel durch die Gegend schleppen gehören dazu, dafür schläft sie aber nachts durch“, so Harnisch schmunzelnd.

Er freut sich schon auf den „Tag des Hundes“ am Sonntag, 7. Juni, in Mehle. Ab 13 Uhr ist jedermann willkommen, ob Vereinsmitglied oder nicht. Hunde können mitgebracht werden. Die Gäste können dann einige Vorführungen des Wach- und Sicherheitsdienstes erleben, ihren Hund unter Anleitung auf dem Platz bewegen und die aufgebauten Geräte ausprobieren oder sich einfach nur selbst ein Bild über den Verein machen. Für das leibliche Wohl wird ausreichend gesorgt.

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