Schüler der Krüger-Adorno-Schule besuchen Elzer Rathaus / Zahlreiche Anregungen von Seiten der Jugend

„Ihr könnt auch selbst aktiv werden“

Nuria, Chirine und Sara (von links) stellen das Plakat vor, das sie im Unterricht erarbeitet haben. Es zeigt, was sich die Schüler für die Stadt wünschen und welche Vorzüge Elze hat.

ELZE Selbst aktiv werden und mitbestimmen. Das funktioniert. Bei ihrem Besuch im Elzer Rathaus lernten die Jungen und Mädchen der Krüger-Adorno-Schule wie Politik auf kommunaler Ebene funktioniert.

Andreas Fromme, Fachdienstleiter für Wahlen, Bildung und Soziales, sprach mit den Schülern der Klasse 7K1 über die Stadt Elze, die Strukturen der Verwaltung und über die Möglichkeiten, die jeder Bürger hat, Politik vor Ort zu beeinflussen.

Gemeinsam mit ihrer Politiklehrerin Anke Krueger und der ASP-Studentin Sarah Jüngerhans verbrachten 17 Jugendliche mehrere Stunden im Rathaus. Dabei beeindruckte nicht nur der große Sitzungssaal: „Ihr seit jetzt an dem Ort, wo alle wichtigen Entscheidungen getroffen werden“, begrüßte Fromme die Siebtklässler, die auf den Plätzen der Ratsmitglieder Platz nehmen konnten. Nach wenigen Worten über die Struktur der Gemeinde und die Geschichte der Stadt Elze war das sprichwörtliche Eis gebrochen und die Jugendlichen stellten zahlreiche Fragen, sprachen Probleme direkt vor Ort an und suchten sogar die Diskussion über einige Dinge, die ihrer Ansicht nach in der Saalestadt anders laufen müssten.

Um ihre Ideen zur Entwicklung der Stadt und ihre Kritik auch bildlich darzustellen, hatten die Schüler ein großes Plakat erstellt. Übersichtlich gestaltet erklärten die Schülerinnen Nuria, Chirine und Sara Fachdienstleiter Fromme, was ihnen an Elze gefällt: „Wir finden es gut, dass es hier so viele Vereine gibt“, sagte Sara. Auch die Bücherei und das Angebot an Restaurants wurden von den Schülern gelobt. Weniger gut sahen die Jungen und Mädchen allerdings die Infrastruktur aufgestellt: „Ein Kino wäre schön oder mehr Geschäfte, in denen man Kleidung kaufen kann“, regte Chirine an. Doch absoluter Spitzenreiter auf dem Wunschzettel der Krüger-Adorno-Schüler war die Eröffnung eines Schnellrestaurants. „So etwas fehlt hier“, waren sich Nuria, Chirine und Sara einig.

Fromme zeigte sich sichtlich beeindruckt von den Ideen und den konkreten Vorschlägen der Schüler. Daher nahm er sich auch viel Zeit, um mit den Jugendlichen ihre Anregungen durchzusprechen: „Tatsache ist, dass wir vor einigen Jahren noch ein Kino in Elze hatten“, erklärte Fachdienstleiter Fromme. Dies habe aber schließen müssen, da zu wenig Besucher kamen: „Die meisten Elzer fahren nach Hildesheim oder Hannover ins Kino“, sagte Fromme, daher sei es schwierig, ein kleines Kino zu erhalten.

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