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„IBAN, die Schreckliche“: Alles nur halb so wild

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Information im Internet: Astrid Günther von der Geschäftsstelle Elze weist auf den IBAN-Rechner hin. Fotos: Kuhlemann
Information im Internet: Astrid Günther von der Geschäftsstelle Elze weist auf den IBAN-Rechner hin. Fotos: Kuhlemann

ELZE Seit Anfang Februar ist die internationale Kontonummer IBAN, die von einigen Zynikern wegen ihrer Länge – mit zwei Buchstaben und 20 Ziffern – „IBAN, die Schreckliche“ genannt wird, für alle Bankkunden Pflicht. Was für Gewerbe- und Geschäftskunden sowie Vereine schon seit August 2014 galt, müssen jetzt auch Privatpersonen beim Ausfüllen von Überweisungen und Lastschriften beachten. Ist das alles wirklich so schrecklich?

Eine Woche ist vergangen, seitdem die 22 Kästchen bei jeder Überweisung ausgefüllt werden müssen. Die LDZ hat bei der Elzer Geschäftsstelle der Sparkasse Hildesheim nachgefragt, ob die Kunden Probleme mit „IBAN“ haben.

„Eigentlich ist das gar nicht so schlimm, wenn man weiß, wie sich IBAN zusammensetzt“, sagt Astrid Günther, neue Vertriebsleiterin in Elze, ehe sie die Einzelteile aufschlüsselt: Die zwei Buchstaben zum Auftakt bilden das Länderkennzeichen – in diesem Fall D und E für Deutschland. Danach folgt eine zweistellige Prüfungskennziffer, die individuell ist, aber mehrfach vergeben werden kann, denn die Unterschiede kommen mit den nächsten Ziffern – erst kommt die Bankleitzahl, dann die zehnstellige Kontonummer, die, sofern sie kürzer ist, von vorn mit Nullen aufgefüllt wird.

„Bei den meisten Kunden ist das Verfahren gut angekommen, denn viele haben die Kann-Variante ausgenutzt und schon IBAN verwendet, obwohl sie noch gar nicht Pflicht war“, sagt Astrid Günther, die in dieser Angelegenheit im ständigen Dialog mit den Mitarbeitern und auch einigen Kunden in der Elzer Geschäftsstelle steht. Außerdem habe sie sich mit Angestellten der Abteilung „Zahlungsverkehr Hildesheim“ (dort laufen alle Überweisungen auf) unterhalten, die ebenfalls von einem reibungslosen Ablauf sprechen. Das würde unter anderem daran liegen, dass die Kunden zum einen gut vorbereitet worden sind und zum anderen noch immer über den Umgang mit IBAN informiert werden. Im Sparkassengebäude gibt es unter anderem einen Hinweis auf dem Briefkasten im SB-Bereich und ein Muster auf dem Tisch in der Schalterhalle, an dem die Kunden ihre Überweisungen ausfüllen. Und: Astrid Günther weist auf die Homepage der Sparkasse Hildesheim hin, über die man im Bereich Online-Banking an einen einfach zu bedienenden IBAN-Rechner gelangt. Kann etwas passieren, wenn man einen Überweisungsträger falsch ausfüllt? „Dann wird keine Zahlung vorgenommen, sondern der Schein direkt an den Kunden zurückgeschickt“, informiert Günther. Sie appelliert an alle Kunden, die noch alte Überweisungsträger besitzen, diese zu entsorgen, um eine mögliche Fehlerquelle auszuschalten. Wer Probleme hat, kann die Mitarbeiter in den Geschäftsstellen der Sparkasse Hildesheim ansprechen. Übrigens: Im Vergleich zu anderen Ländern kommen die Deutschen mit ihrer IBAN gut weg, denn es gibt Nationen mit weniger (Belgien 16, Österreich 20, Schweiz 21), aber auch mit mehr Stellen (Frankreich 27, Albanien 28, Malta 31).

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