Vorschlagswahl in Elze erledigt / Berufung kommt vom Landesbeauftragten

Holger Hümpel soll an der Spitze des THW bleiben

Ortsbeauftagter auf Dauer: Holger Hümpel, Chef des THW in Elze, verbindet zwei Hobbys miteinander – das Motorradfahren und das Leiten des Ortsverbands in der Saalestadt. Foto: Kuhlemann

ELZE Seit nunmehr fünf Jahren leitet Holger Hümpel den knapp 100-köpfigen Ortsverband des THW in Elze. Und wie es aussieht, bleibt er weiterhin an der Spitze der Organisation, denn bei der geheimen Vorschlagswahl haben Ortsverbandsstab und Truppführer den 48-Jährigen in seinem Amt, das Ende April auslaufen würde, bestätigt.

Zwar habe es bei der Prozedur im THW-Gebäude in Elze, an der zwölf von 17 möglichen Wählern teilgenommen haben, eine Gegenstimme gegeben, doch das sei nicht so schlimm, wie Hümpel betont. Der Rest ist jetzt Formsache: Laut Hümpel, der seinen Posten vor fünf Jahren von seinem langjährigen Vorgänger Rolf Pfeiffer übernommen hatte, spricht nichts dagegen, dass die Berufung vom Landesbeauftragten bis Ende April in Elze eintreffen wird. Damit verbunden ist eine weitere Aufgabe, die Hümpel ebenfalls seit gut fünf Jahren ausübt: der Posten des Kreisbeauftragten, der in diesem Fall an den des Ortsbeauftragten von Elze gekoppelt ist.

Holger Hümpel mag die Arbeit im THW. „Das ist ein toller Ausgleich zu meiner Arbeit, außerdem gibt es bei uns im Ortsverband ein gutes Miteinander“, so Hümpel. Aber auch überregional würden sich die THW-Helfer untereinander gut verstehen – wie in einer großen Familie, so Hümpel weiter. Das liege daran, dass die Strukturen der bundesweiten Organisation, der kleinsten Abteilung, die dem Innenministerium untergeordnet ist, einheitlich und straff geregelt seien.

„Ich kenne keine andere Hilfsorganisation, bei der es so gegliedert ist, und es macht mich stolz, dass es so gut läuft“, betont der Elzer Firmeninhaber. Alle Beteiligten würden sich laut Hümpel ernst genommen fühlen, beispielsweise auch von den Bundespolitikern wie Ute Bertram und Bernd Westphal.

Das Besondere am THW ist laut Hümpel, dass die Helfer immer angefordert würden, etwa von der Kommune, von der Polizei oder auch von der Unteren Naturschutzbehörde. „Wir haben keine eigene Zuständigkeit, sondern handeln immer im Auftrag. Dementsprechend halten wir die entsprechende Ausstattung vor“, so der 48-Jährige, der Einsätze wie den Hochwasserschutz und die Bergung bei Naturkatastrophen oder Großunfällen als Beispiele nennt.

Dabei würde das THW nicht unbedingt für Man-Power, sondern eher für die technischen Lösungen stehen. Dafür hat auch der Ortsverband in Elze spezielle Gerätschaften, wie etwa einen Spezialbagger, eine Feldküche, einen Medikopter, Elektroversorgungsgruppen, eine Trinkwasseraufbereitungsanlage, Schmutzwasserpumpen sowie Großzelte mit mehr als 500 Quadratmeter Fläche als Unterschlupf für Einsatzkräfte oder auch für die Bevölkerung.

Die nächsten Ereignisse warten bereits auf die Männer und Frauen des THW-Ortsverbands in Elze: Unter anderem sind sie beim „Kleinen G 7-Gipfel“ im April in Lübeck beteiligt, bei dem sie 1 400 Polizeikräfte mit Essen verpflegen. Auch beim „Tag der Niedersachsen“ in Hildesheim aus Anlass des Stadtjubiläums wird das THW vertreten sein. Zwischendurch gibt es noch eine große EU-Übung in Hoya an der Weser.

Erfreut zeigt sich Hümpel über den guten Ruf, den das THW mittlerweile genießt, nicht nur wegen der guten Zusammenarbeit mit der Polizei und den Kommunen. Auf der anderen Seite gibt es auch etwas, das den Ortsbeauftragten aus Elze stört: „Es gibt aus meiner Sicht zu viel Bürokratismus, der mich belastet. Statt Formulare auszufüllen, würde ich den Leuten lieber praktisch helfen“, so Hümpel, der in seiner Funktion als Dienststellenleiter einer Bundesbehörde quasi für alle Resorts (Finanzen, Planung, Sicherheit, Ausbildung) zuständig ist. Dennoch mache ihm das Ehrenamt viel Spaß, „weil man vieles bewegen kann“ – und das soll aus seiner Sicht auch in den kommenden fünf Jahren so bleiben.

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