Junge Gemeinschaft der „Emmerker und Elzer Schlepperfreunde“ zeigt am 29. August ihre Fahrzeuge

„Heiligtümer“ mit Glühkopf

Die Schlepperfreunde Rüdiger Henkel (links) und Gerd Udo Flügel freuen sich auf das Treffen historischer Trecker am 29. August auf dem Elzer Hof Wente. Foto: Fritzsche

Elze Wenn das eigene Auto bei Wind und Wetter in der Garage keinen Platz findet, weil darin stattdessen ein liebevoll restaurierter alter Trecker steht, der das trockene Plätzchen genießen kann, dann ist man wahrscheinlich bei einem der „Emmerker und Elzer Schlepperfreunden“ zu Besuch.

Auch wenn die Frau nicht im Besitz eines Auto-Führerscheins ist, dafür aber die Fahrerlaubnis für ein „Landwirtschaftliches Fahrzeug“, also einem Trecker, seit noch nicht allzu langer Zeit in der Tasche hat, dann ist das ein weiteres Indiz dafür, dass man einem der begeisterten Mitglieder der noch kleinen Gemeinschaft gegenübersteht.

Unschwer zu erkennen ist das auch an den bordeauxroten Poloshirts mit der entsprechenden Aufschrift auf dem Rücken, die Gerd Udo Flügel und Rüdiger Henkel tragen. Die beiden Männer gehören seit der Gründung der Gemeinschaft der „Emmerker und Elzer Schlepperfreunde“ im vergangenem Jahr zu den Freunden der alten Traktoren und der traditionellen Landwirtschaft, die sie den Menschen der Region gerne näher bringen möchten.

Zwölf Männer und Frauen gehören derzeit der Gemeinschaft an, wobei es nach Aussage der beiden Männer auch sehr gerne noch viel mehr werden dürfen. „Wir sind noch nicht so lange als Art Verein zusammen und möchten unsere Interessengemeinschaft gerne etwas populärer machen“, wünschen sich Gerd Udo Flügel und Rüdiger Henkel, die jeweils beide auch die alten landwirtschaftlichen Fahrzeuge in ihren Garagen beherbergen.

Die zwei Männer kennen sich bereits seit vielen Jahren, als sie noch einer anderen Vereinigung von Treckerfreunden angehörten. Seit mehr als einem Jahr haben sich jetzt die Emmerker und Elzer zusammengetan, um ihre Leidenschaft gemeinsam auszuleben.

„Die Faszination der alten Lanz Bulldog, Hanomag, Güldner oder John Deere möchten wir gerne an Jugendliche und Heranwachsende weitergeben. Wir möchten zeigen, wie die alte Technik von früher funktionierte, wie die Maschinen damals liefen und welchen Reiz diese Art der Traktoren noch hatte“, erklären die beiden Hobby-Trecker-Fahrer, die gleichzeitig auch als Bastler tätig sind.

Herzblut und Geschick

„Die alten Maschinen wieder zum Laufen bringen, da hängt unser Herzblut dran. Mit etwas Geschick ist es möglich, alles selbst zu restaurieren und zu reparieren.“ Während im Sommer die gemeinsamen Ausfahrten der Schlepperfreunde zum Beispiel auf die Marienburg anstehen oder die Treffen befreundeter Treckervereine besucht werden, dient der Winter dazu, die historischen Maschinen wieder flott zu machen und ihnen neues Leben einzuhauchen.

Die „Emmerker und Elzer Schlepperfreunde“ verfügen dabei über einen großen Fuhrpark, wobei nicht nur bei Gerd Udo Flügel und Rüdiger Henkel die Trecker als „Heiligtümer“ gelten. Hier ticken alle Gemeinschaftsmitglieder gleich und die Pflege und Wartung der historischen Fahrzeuge mit den prägnanten Knattergeräuschen nimmt einen hohen Stellenwert ein. Alle Trecker befinden sich im Privatbesitz, wobei der älteste 1955 das „Licht der Straße“ erblickt hat und selbst das jüngste Gefährt schon seit 1967 auf den Straßen und Feldern unterwegs ist. „Alle Trecker sind selbst restauriert und für den Straßenverkehr zugelassen“, berichtet Rüdiger Henkel stolz.

Schmuckstücke

Damit die Öffentlichkeit diese Schmuckstücke auch mal zu Gesicht bekommt und vielleicht der ein oder andere vom Fieber der Schlepperfreunde angesteckt wird, präsentieren die „Emmerker und Elzer Schlepperfreunde“ ihre alten Traktoren am Sonnabend, 29. August, in der Zeit von 10 bis 18 Uhr auf dem Elzer Hof Wente, Hildesheimer Landstraße 6. Neben einer Ausstellung der historischen Fahrzeuge und verschiedener Erntegeräte wie einer Dresche oder der Kartoffelschleuder, werden auch zahlreiche befreundete Treckerfreunde erwartet, die ihre alten Fahrzeuge den interessierten Besuchern präsentieren und für Fragen zur Verfügung stehen. Auf die kleinen Gäste wartet ein Feuer mit Stockbrot. Erbsensuppe aus der Gulaschkanone sorgt für die weitere Verpflegung der Gäste. „Wir sind sehr gespannt, wie unser Angebot angenommen wird und freuen uns auf einen tollen Tag, an dem wir unsere Gemeinschaft vielleicht sogar erweitern können.“

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