Neuwahlen beim Ortsverein Sorsum-Wittenburg-Wülfingen / Peer Pietrowski hört nach fünf Jahren auf

Heike Weile übernimmt SPD-Vorsitz

Der neue SPD-Vorstand: Hartwig Othmer, Heike Weile, Gisela Wintel und Peer Pietrowski – hier zusammen mit SPD-Bundestagskandidat Bernd Westphal (von rechts). Foto: Greber

SORSUM / WÜLFINGEN 150 Jahre SPD, 25 Jahre SPD-Ortsverein Sorsum-Wittenburg-Wülfingen: Zur Jahreshauptversammlung trafen sich am Freitagabend die Mitglieder des Ortsvereins in „Stichweh’s Hotel am Bahnhof“ in Elze, um Bilanz zu ziehen und einen neuen Vorstand zu wählen.

Der Vorsitzende des 16 Mitglieder zählenden Ortsvereins, Peer Pietrowski aus Wülfingen, stellte sich aus beruflichen Gründen nicht mehr zu Wahl. Einstimmig wurde Heike Weile aus Sorsum zu seiner Nachfolgerin gewählt. Weile dankte Pietrowski für das fünfjährige Engagement an der Spitze des Ortsvereins. Zum Abschied betonte der 54-Jährige, dass es immer schwieriger werde, neue Parteimitglieder zu gewinnen. „Offenbar will sich niemand mehr politisch engagieren und sich outen“, so der scheidende Vorsitzende. Aber auch Argumente wie „Hartz IV“ wurden von der Versammlung ins Feld geführt. Pietrowski bleibt dem Vorstand aber aktiv erhalten, er bekleidet zukünftig das Amt des Schriftführers – er übernimmt es von Carmen Vogel, die sich nicht mehr zur Wahl stellte. Als zweiter Vorsitzender wurde Hartwig Othmer bestätigt und als Kassenwartin Gisela Wintel. Delegierte für den SPD-Stadtverband Elze ist Heike Weile, ihr Stellvertreter Pascal Kubat. Delegierter für den SPD-Unterbezirk ist Carsten Weile, sein Stellvertreter Hartwig Othmer.

Hartwig Othmer berichtete als Ortsvorsteher von Wülfingen, dass der Pavillon aus der gemeinsamen Aktion von LDZ und Sparkasse Hildesheim „Unser Dorf“ sowie durch Spender erstellt ist. „Jetzt fehlt nur noch das Dach“, so Othmer. Außerdem soll der Dorfplatz weiter verschönert werden. Der Sozialdemokrat unterstrich noch einmal die Bedeutung des Dorferneuerungsprogramms: „Es ist eine ganz große Nummer – und eine Riesenchance.“ Mit den Zuschüssen könnte viel auf Vordermann gebracht werden, um die Orte zukunftsfähig zu machen. „Wir können Infrastruktur-Maßnahmen umsetzen und haben dann in den nächsten 30 bis 40 Jahre Ruhe“, so Othmer. Würde jetzt nicht investiert, würde es seiner Ansicht später „viel teurer werden“. Daher bezeichnete er das Programm als „Glücksfall“.

Seit etwa zwei Jahren werde über das Dorferneuerungsprogramm teilweise kontrovers diskutiert. Seit diesem Frühjahr besteht nun die Möglichkeit, Gelder aus dem Fördertopf zu beantragen. Es seien auch mittlerweile erste Zuschüsse geflossen. „Eine bessere Wirtschaftsförderung als das Dorferneuerungsprogramm gibt es nicht. Das Geld bleibt in der Region und nun gilt es, so viel wie möglich umzusetzen“, sagte Othmer, für den gerade die Staßensanierung ein ganz zentraler Punkt ist. „Wir haben die Verpflichtung, alles am Laufen zu halten. Die Belastung eines jeden Einzelnen kann auf einem niedrigen Level gehalten werden – ansonsten wird es noch teurer.“

Durch das Auseinanderbrechen der Mehrheitsfraktion ist Stadtratsmitglied Hartwig Othmer nun gespannt, wie es im Rat weitergehen wird. Ziel ist es, die nächsten Kommunalwahlen wieder für die SPD zu entscheiden. Doch zunächst steht für die Sozialdemokraten die Bundestagswahl ins Haus. Daher war auch Bundestagskandidat Bernd Westphal zu Gast, um sein „Bekanntheitsdefizit abzubauen“. Er stellte sich und die Wahlkampfthemen vor. Anschließend richtete sich Hartwig Othmer an Bernd Westphal: „Es gibt viele dicke Bretter in Berlin zu bohren – Ich wünsche Dir, dass Du eins davon packst.“ Heike Weile fügte hinzu: „Unsere Unterstützung hast Du – wir wissen, wo wir unser Kreuz machen!“

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