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Heide Trojak: „Das Motiv muss mich ansprechen“

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Lieblingsmotive: Städte, Häuser und Brücken gehören dazu, wie bei diesen 2012 entstandenen Bildern.
Lieblingsmotive: Städte, Häuser und Brücken gehören dazu, wie bei diesen 2012 entstandenen Bildern.

ELZE „Erlaubt ist, was gefällt“, sagt Heide Trojak aus Elze. Damit meint die Hobbykünstlerin, die vor mehr als zehn Jahren mit der Aquarellmalerei begonnen hat, nicht nur die vielfältige Motivauswahl, sondern auch die verschiedenen Techniken. Zu ihren Lieblingsmotiven zählt die 66-Jährige Bäume und Alleen, aber auch Häuserzeilen, die nicht immer ganz gerade sein müssen.

„Ich habe mich schon immer für Aquarelle interessiert und irgendwann habe ich einfach angefangen“, erinnert sich Heide Trojak an ihre ersten Kurse bei der Volkshochschule in Elze.

Ihre Lehrerin war damals Anita Schütte aus Wülfingen, bei der die Elzerin neben weiteren Kursen auch private Stunden genommen hat. Als es die Wülfingerin nach Berlin zog, besuchte Heide Trojak weitere Workshops in Hannover, um sich fortzubilden. So lernte sie andere Materialien und Techniken kennen. Unter anderem hat sie eine Hafenstadt mit einem Spachtel und Farbe aus der Tube erstellt. Auf einem anderen Bild in ihrem Büro sieht man eine Blume, dessen Umfeld mit einem speziellen Pusterohr gesprüht wurde.

Einfache Motive, wie etwa Blumen oder Bäume male sie aus dem Kopf, doch bei schwierigen Häuserfassaden oder auch Landschaftsbildern benötige sie Vorlagen, informiert Heide Trojak. Als Beispiele nennt sie Bilder aus Zeitungen oder Zeitschriften (insbesondere Reiseberichte), Prospekte, Postkarten und Urlaubsfotos. Wenn sie davon erzählt, gerät sie ins Schwärmen von ihren Aufenthalten in den USA, in Irland oder in der Toskana, wo ihr Motto für die Auswahl besonders oft gilt: „Das Motiv muss mich ansprechen, dann kann es auch mal ganz schnell mit der Fertigstellung eines Bildes gehen“, sagt die Elzerin, die viele Bilder mit einem „Toskana-Flair“ zu Hause liegen und hängen hat. Auf jeden Fall werde sie sich nicht hetzen lassen – im Gegenteil: „Man braucht Abstand, um zu sehen, ob es noch etwas zu verbessern gibt“, so Trojak. Die Elzerin ist sehr ehrgeizig, denn wenn sie mit einem Bild beginnt, bringt sie es auch zu Ende. Es komme äußerst selten vor, dass mal etwas nicht gelingt und im Papierkorb landet. Ihr Hobby teilt die 66-Jährige mit vielen anderen Künstlern, die sich alle 14 Tage bei ihr zum Malkreis treffen. „Es macht Spaß, in der Gruppe zu arbeiten, und es ist interessant, zu sehen, wie wir zum gleichen Motiv verschiedene Bilder malen“, so Trojak.

Ihr Traum sei eine Malreise in der Toskana, dann könne sie live vor Ort das auf eine Leinwand bringen, was ihr gefällt. Auch Städtereisen würden sie oftmals zu schönen Bildern inspirieren.

Nach der Teilnahme an einigen Ausstellungen bei Kunst- und Hobbymärkten hat Heide Trojak jetzt erstmals einen Solo-Auftritt: Seit Anfang Mai hat sie in der Kapelle in Rott 15 ihrer schönsten Landschaftsbilder ausgestellt, die jeden Sonntag in der Zeit von 11 bis 19 Uhr zu betrachten sind. Bis Ende September können unter der Nummer 05185/6712 auch individuelle Termine vereinbart werden.

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