Feuerwehren aus dem Elzer Stadtgebiet im Einsatz

Großübung am Bahnübergang

Elze – Am Sonnabend um 0.10 Uhr alarmierte die Leitstelle die Ortsfeuerwehren Elze und Mehle zu einem angenommenen Unfall an der Saalemühle zwischen Elze und Sehlde. Das Szenario: Ein Zug hatte auf dem Bahnübergang eine Kollision mit einem voll besetzten Auto. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Pkw gegen einen Baum geschleudert und rutschte anschließend eine Böschung hinunter, die vier Insassen wurden im Fahrzeug eingeschlossen. In der Folge kam es zu einem weiteren Unfall kurz vor dem Bahnübergang.

Ein mit zwei Personen besetzter Wagen kam von der Straße ab und prallte gegen einen Baum, auch hier wurden die Insassen im Fahrzeug eingeschlossen. Sechs Minuten nach der Alarmierung waren das Tanklöschfahrzeug aus Mehle und der Ortsbrandmeister aus Elze, Dennis Thormann, vor Ort. Die Mehler begannen sofort mit der Rettung der Verletzten vor dem Bahnübergang, Thormann übernahm die Einsatzleitung und erkundete mit seinen Kameraden die Einsatzstelle. Kurze Zeit später entschied sich der Einsatzleiter, alle Ortsfeuerwehren der Stadt Elze zu rufen. Weiterhin wurde der Notfallmanager der DB AG alarmiert. Die Übungsziele, die Stadtbrandmeister Heiko Buschmann gesetzt hatte, wurden von den Einsatzkräften voll erfüllt. Die Einsatzstelle wurde in drei Einsatzabschnitte aufgeteilt. Die Mehler hatten die Aufträge „Menschen- rettung und Evakuierung der zum Teil verletzen Fahrgäste aus dem Zug“. Unterstützt wurden sie dabei vom Notfallmanager und von den Esbeckern. Die Kräfte aus Sehlde und Wülfingen unterstützen die Elzer Kameraden bei der komplizierten Menschenrettung aus dem abgerutschten Fahrzeug. Die Feuerwehr Sorsum/Wittenburg übernahm die Einrichtung einer Verletztensammelstelle und die Erstversorgung. Um 1.50 Uhr war der Einsatz beendet. Im Anschluss führte Buschmann eine erste Manöverkritik durch: „Ein großes Lob an die 75 Einsatzkräfte vor Ort.“ Weitere Übungsbeobachter waren der stellvertretende Brandschutzabschnittsleiter West, Thomas Reitz, und der stellvertretende Stadtbrandmeister Ingo Seifert. Neben dem Notfallmanager der DB AG aus Hameln – von hier kam die Anfrage zur Übung – war auch die Leiterin des Polizeikommissariat, Dagmar Leopold, vor Ort. Beide waren von dem Erlebten beeindruckt. Einen besonderen Dank sprach Buschmann den Übungsverletzten aus: „Es ist nicht selbstverständlich, um diese Uhrzeit Freiwillige für diesen Job zu finden und über eine Stunde in einem Unfallfahrzeug auszuharren.“ Weiterhin dankte Buschmann Bernd Ebeling, der Firma Börgershausen und Daniel Giese aus Elze – für die Unfallfahrzeuge und die Errichtung der Schadenstelle.

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