Mehrere Tanklöschfahrzeuge in Esbecker Feldmark im Einsatz / Wirtschaftlicher Totalschaden

Großeinsatz: Traktor brennt lichterloh

Während ein Feuerwehrmann den Brand mit Wasser bekämpft, bauen seine Kameraden die Löschschaum-Leitung auf, mit der die Flammen letztlich erstickt werden können. Insgesamt 57 Feuerwehrleute waren am Sonnabend in der Esbecker Felmark im Einsatz. Foto: Greber

ESBECK / ELZE / GRONAU  Plötzlich habe es gezischt, einen Knall gegeben und dichter Qualm quoll aus dem vorderen Bereich des Traktors, als ein Esbecker Landwirt am Sonnabend gegen 17.15 Uhr damit beschäftigt war, mit der Rundballen-Presse das Stroh vom Feld aufzunehmen. Der Mann sprang vom Gefährt und setzte sofort mit seinem Handy den Notruf ab, wenige Minuten später waren die Esbecker Feuerwehrleute unter der Einsatzleitung von André Füllberg im Dreieck Esbeck (Stadt Elze), Gut Heinsen (Samtgemeinde Gronau) und Ahrenfeld (Landkreis Hameln-Pyrmont). Da brannte der Traktor bereits lichterloh.

Füllberg forderte umgehend mehrere Tanklöschfahrzeuge bei der Einsatzleitstelle in Hildesheim an, die neben den Feuerwehren aus Mehle und Elze auch die Wehren Eime und Gronau in Marsch setzte. Insgesamt waren 57 Feuerwehrleute im Einsatz. „Wir haben zwar 750 Liter Wasser an Bord, die waren aber schnell aufgebraucht“, erklärt der Einsatzleiter. Auch etwa 3 000 Liter Löschwasser aus den Fahrzeugen aus Mehle und Eime wurden benötigt.

Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen. Immer wieder flammte das Feuer auf, das erst mit massivem Einsatz von Löschschaum erstickt werden konnte.

Sehr zur Freude des Einsatzleiters eilte ein Landwirt aus Heinsen mit seinem Traktor zum Einsatzort, der seine Hilfe anbot. Er grubberte eine Schneise in das mit Stroh bedeckte Feld rund um den Traktor, damit sich das Feuer nicht ausbreiten konnte. „Die Gefahr bestand, denn es war sehr windig“, so Füllberg. Vor Ort war auch ein Mitarbeiter der Unteren Wasserbehörde, der nach Angaben der Feuerwehr eine Kontamination des Erdreiches durch ausgelaufene Betriebsstoffe feststellte. Nun muss der Boden ausgekoffert werden.

Die Polizei Elze vermutet einen geplatzten Hydraulikschlauch, der das Feuer entfachte. Am Traktor und der Rundballen-Presse entstand wirtschaftlicher Totalschaden, der noch nicht beziffert werden kann. gre

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