240 Feuerwehrleute beim Abschied des langjährigen Brandabschnittsleiters in Elze / Ständchen von 101 Musikern

Große Überraschung für Detlef Witte

Abschiedsgeschenk (v.l.): Sibbesses Gemeindebrandmeister Jürgen Kuhlemann mit dem langjährigen Brandabschnittsleiter Detlef Witte und seiner Frau Elisabeth

ELZE / SIBBESSE - „Großer Bahnhof“ im Feuerwehrhaus in Elze: Zur offiziellen Verabschiedung des langjährigen Leiters Detlef Witte aus Hönze kamen 240 Feuerwehrleute aus dem gesamten Brandabschnitt West zusammen, darunter 101 Musiker, um dem Ganzen einen würdigen Rahmen zu verleihen. Der 60-Jährige zeigte sich völlig überrascht, denn er war von seiner Nichte, Hönzes Ortsbrandmeisterin Inga Barenscher-Klingebiel, zu einem Empfang in Laatzen gelockt worden, ehe sie in Elze abbog und ihren Onkel zur Feierstunde ablieferte. Dort warteten nicht nur zahlreiche Feuerwehr-Kameraden, sondern auch Ehefrau Elisabeth.

Unter den Gästen waren neben den vier Gemeindebürgermeistern Rolf Pfeiffer (Elze), Hubertus Schneider (Sibbesse), Rainer Mertens (Gronau) und Norbert Pallentin (Nordstemmen) auch Kreisbrandmeister Josef Franke sowie die Abschnittsleiter Friedhelm Ulrich (Nord), Alexander Bilek (Ost), Frank Kiehne (Süd), Heiko Bartels (neuer Leiter des Abschnitts West) sowie Torsten Köhler als Vertreter des Landkreises Hildesheim. Im Namen des gesamten Kommandos sprach der Sibbesser Gemeindebrandmeister, Jürgen Kuhlemann aus Westfeld, von den Verdiensten des Brandabschnittsleiters, der bereits mit 14 Jahren in die Jugendfeuerwehr Sibbesse eingetreten war und auch eine musikalische Ausbildung genossen hat. Zwei Jahre später wurde er aktiver Feuerwehrmann in Hönze und ist somit bereits 46 Jahre für die Feuerwehr tätig. Witte war Gerätewart und Gruppenführer sowie stellvertretender Ortsbrandmeister, so dass er ins Samtgemeinde-Kommando berufen wurde. Ab 1987 war der Hönzer zehn Jahre lang Ortsbrandmeister und gleichzeitig stellvertretender Gemeindebrandmeister und somit Mitglied im Abschnittskommando des BA West. Dort hat er nicht nur 27 Jahre mitgewirkt, sondern war als Wettbewerbsrichter und stellvertretender Bahnleiter viele Wochenenden bei Wettbewerben unterwegs. 1987 wurde Witte Brandschutzabschnittsleiter und kam damit automatisch ins Kommando der Kreisfeuerwehr. „Ich denke, Du warst in vielen Gesprächen und Verhandlungen eher der ruhige Part – auch diese Rolle ist sehr wichtig, denn wir alle wissen: Mit dem Kopf kommt man nicht durch die Wand“, so Kuhlemann. Als weiteres Tätigkeitsfeld von Witte nannte er den Kreisfeuerwehrverband, für den Witte im geschäftsführenden Vorstand auch weiterhin aktiv sein wird. Bei all dem Engagement blieben Ehrungen nicht aus: Witte wurde mit dem Niedersächsischen Ehrenzeichen für 25 und 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst und später mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Gold ausgezeichnet. Nach seiner Entlassung zum Ende des vergangenen Jahres hat er eine Ernennungsurkunde zum Ehrenabschnittsleiter bekommen. „Wir sagen Danke für Dein Wirken und Tun sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit über die vielen Jahre“, sagte Kuhlemann, ehe er dem Hönzer einen Glaspokal und dessen Frau Elisabeth einen Blumenstrauß überreichte. Sie habe ihm schließlich immer den nötigen Freiraum für den Nebenjob verschafft. Nach seinen Dankesworten an die Elzer Feuerwehr als „Hausherren“ sowie die Musiker unter der Leitung von Markus Müller-Todo (mit Unterstützung von Manfred Lilienthal) rief Kuhlemann alle vier Gemeindebrandmeister aus dem Brandabschnitt West, deren Stellvertreter sowie Abschnittsleiter Heiko Bartels und seinen Vertreter Thomas Reitz zusammen, um sie auf die künftigen Aufgaben einzuschwören: „Wir haben in unserem Abschnitt über viele Jahre hervorragend zusammengearbeitet. Nach zuletzt zwei holprigen Jahren blicken wir jetzt wieder nach vorn. Nur gemeinsam sind wir stark und nur gemeinsam können wir etwas bewegen“, so der Sibbesser Gemeindebrandmeister.

„Ich freue mich besonders darüber, dass ich nichts davon gewusst habe“, sagte Detlef Witte bei seinen Dankesworten zu der Überraschungsaktion. Er habe sich besonders über die vielen Musiker gefreut. Die legten mit der „Europahymne“ noch einen nach, ehe ein gemeinsames Essen den Abschluss des Events bildete.

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