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Geselligkeit geht auch bei Regen

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Musik in der Liebfrauenkirche: Der Posaunenchor spielt vor allem Weihnachtliches.
Musik in der Liebfrauenkirche: Der Posaunenchor spielt vor allem Weihnachtliches.

SEHLDE Einer der Höhepunkte im jährlichen Programm des Posaunenchores Sehlde ist das Posaunenfest, mit dem die Bläser traditionell die Adventszeit in ihrem Dorf eröffnen. Zu dem feierlichen musikalischen Gottesdienst in der Liebfrauenkirche, den in diesem Jahr Pastor Uwe Lindloge leitete, waren viele Menschen erschienen – die ganze Kirche war voll.

Und obwohl alle die Texte der vertrauten Weihnachtslieder mitsangen, war es kaum möglich, gegen die Kraft der Posaunen, Trompeten, Tuben, des Tenorhorns und des Schlagzeugs anzusingen. Dirigentin Nicole Froböse hatte für den Beginn passenderweise das Lied „Wir sagen Euch an den lieben Advent“ ausgesucht und stimmte die Anwesenden mit diesem und weiteren Liedern auf die Weihnachtszeit ein.

Solchermaßen in Stimmung gebracht versammelte sich die Gemeinde anschließend auf dem Dorfplatz und im Gemeindehaus zum geselligen Weihnachtsmarkttreiben, für das sich wieder alle Sehlder Vereine zusammengetan haben: DRK, Freiwillige Feuerwehr, Heimatverein, Posaunenchor, Schützenverein und der 2013 gegründete Verein „Swatbunte Jungs“, der nach den Bentheimer Schweinen, die die Mitglieder mästen, benannt ist.

Alle zwei Jahre – im Wechsel mit Mehle – organisiert die Dorfgemeinschaft auf diese Weise ihren kleinen, fröhlichen Weihnachtsmarkt; spricht ab, wer für was zuständig ist und teilt anschließend brüderlich die Gewinne. Ergänzend zu den netten Ideen der Vereine kommt noch das individuelle Angebot einiger privater Aussteller aus Sehlde und Mehle, so dass von menschlicher Seite alle Voraussetzungen für einen Nachmittag gegeben sind, bei dem man vergnügt zusammensteht und nebenbei hübsche kleine Geschenke kaufen kann. Das Wetter konnten die Veranstalter leider nicht beeinflussen. Regen und beginnender Sturm taten der Stimmung allerdings keinen Abbruch, ihren Weihnachtsmarkt lassen sich die Sehlder nicht vermiesen.

Gegen die klamme Kälte gab es ausreichend Warmes: Nonnenhäubchen und Bratäpfel bei der Freiwillige Feuerwehr, Glühwein und Kakao beim Schützenverein, Bratwurst und Schinkengriller vom Posaunenchor, Kaffee und dazu eine riesige Auswahl an Tortenspenden beim DRK im Gemeindehaus, Kinderpunsch und Stockbrot von den „Swartbunten Jungs“. Die „Weihnachtsfeen“ boten Orangenpunsch und Glühbier an und wurden von einer Mehler Damengruppe belagert. „Wir sind der harte Kern vom „Gemischten Chor Mehle“ und kommen immer“, strahlten sie. An einem Stand gab es Pommes für die Kinder und Gewürzgurke für fünf Cent pro Zentimeter. „Das ist ein Gag“, meinte die rheinische Frohnatur, die sich das ausgedacht hatte.

Auch der Heimatverein offerierte Kulinarisches und bot Bastel- und Laubsägearbeiten feil, und bei den privaten Anbietern gab es nach Honig duftende Kerzen, buntes Spielzeug, Holzarbeiten aus Mehle, Sehlder Imkereiprodukte und Selbstgestricktes gegen Winterkälte. Eine Attraktion für die Kinder war der Weihnachtselch „Benny“ – wer brav war, durfte eine Runde auf ihm reiten. Zum Abschluss wurden mit Unterstützung des Posaunenchores gemeinschaftlich Weihnachtslieder gesungen.

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