Astrid Schwarze neue Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Elze

Gerd Schünemann gibt Vorsitz nach 12 Jahren ab

Wechsel: Vorsitzender Gerd Schünemann gibt seinen Vorsitz im Elzer Heimat- und Geschichtsverein an Astrid Schwarze weiter.

ELZE „Aus einem „Heimatvereinchen“ wurde ein schlagkräftiger Verein. Aus kleinen Anfängen hat sich etwas sehr Positives im Elzer Kulturkreis entwickelt“ – mit diesen Worten dankte Johannes Thormeyer im Namen aller Mitglieder des „Heimat- und Geschichtsvereins für Elze und alle Ortsteile“ dem scheidenden Vorsitzenden Gerd Schünemann für dessen langjähriges Wirken.

Zwölf Jahre lang hatte Schünemann die Geschicke des Vereins geleitet, nun sei es an der Zeit, dass andere diese Funktion übernehmen, so Schünemann. Er betonte, dass ihm die Arbeit mit Vorstandskollegen, Beirat und Mitgliedern stets große Freude bereitet habe.

Im Rahmen der Mitgliederversammlung, zu der sich knapp 50 Mitglieder und interessierte Gäste in das Elzer Gasthaus Biel einfanden, fasste die Versammlung einstimmig den Beschluss, das Astrid Schwarze als bisherige stellvertretende Vorsitzende den Vorsitz übernehmen wird.

Die 41-jährige Geschichtslehrerin an der Elzer Krüger-Adorno-Schule dankte der Versammlung für das ihr ausgesprochene Vertrauen. „Und ich danke Gerd Schünemann für seinen unermüdlichen Einsatz. Dank seines Verdienstes ist unser Heimat- und Geschichtsverein heute ein lebendiger Verein“, sagte die neue Vorsitzende und überreichte Gerd Schünemann im Namen aller 150 Mitglieder ein Präsent.

Die Wahlen des übrigen Vorstandes brachten keine Veränderungen. Eva-Maria Mundt übernimmt auch zukünftig den Posten der Kassenwartin und Ute Hilbert bleibt Schriftführerin. Die Funktion des stellvertretenden Vorsitzenden obliegt zukünftig Gerd Schünemann, der bei der Versammlung nicht nur einen Jahresrückblick hielt, sondern seine zwölf Jahre als Vorsitzender Revue passieren ließ. „Meine Vorstandszeit habe ich 2001 mit 34 Mitgliedern des Vereins gestartet und die Gewinnung von neuen Mitgliedern stand damals im Mittelpunkt meiner Tätigkeit“, erinnerte sich Schünemann.

„Heute sehen wir uns nicht mehr als Förderverein des Elzer Heimatmuseums, sondern möchten durch Vorträge Veröffentlichungen und Exkursionen das Bewusstsein für unsere Heimat und ihre Geschichte vertiefen. Wir haben deshalb in diesen zwölf Jahren zu 65 Veranstaltungen unterschiedlicher Art eingeladen, konnten Spender für die erklärenden Anhangschilder für unsere Straßen finden, haben die Fahne des Elzer Hannoverschen Vereins vom Welfenhaus auf der Marienburg zurückerhalten und restauriert und verfügen außerdem über eine vielgenutzte Homepage, die in ihrer Art einmalig ist.“

Als einzigen Wehrmutstropfen bezeichnete der scheidende Vorsitzende die Bemühungen für die Einrichtung eines Archivs in Elze. „Seit Jahren setzen wir uns dafür ein, dass hier seitens der Stadtverwaltung geeignete Räume geschaffen werden. Die Lösung des Problems wird leider immer wieder verschoben und ich kann nur hoffen, dass hier eine Möglichkeit gefunden wird, bevor die alten Dokumente gänzlich ruiniert sind.“

Als Hauptanliegen des Vereins bezeichnete er die Herausgabe und Förderung von Veröffentlichungen, Publikationen und Büchern und dankte allen, die sich in jeglicher Art daran beteiligt haben. Mit einem Vortrag von Werner Müller über den Barockaltar in der katholischen Elzer Kirche fand die Versammlung ihren Abschluss. fri

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