Wolfgang Schurmann hält kurzweiligen Jahresrückblick beim MTV Esbeck / Turnwart berichtet auch Unerfreuliches

Geräte verschwinden aus der Halle

Wolfgang Schurmanns Jahresrückblick sorgt für Heiterkeit bei den zahlreichen Besuchern der Jahreshauptversammlung des MTV Esbeck. Foto: Corcilius

ESBECK Der MTV Esbeck erfreut sich großer Beliebtheit. Das zeigt sich nicht nur an der ansehnlichen Zahl von 245 Mitgliedern, sondern auch am gut besuchten Abend der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus, die Wolfgang Schurmann als Vorsitzender mit viel Humor moderierte. Sogar der Ablauf der Wahlen gestaltete sich unter seiner Führung kurzweilig und sorgte für Heiterkeit bei den Mitgliedern und Gästen.

Ein bisschen Statistik mutete der Elzer Stadtkämmerer seinen Vereinskameraden zu, verpackte die Daten und den anschließenden Jahresrückblick aber in einen amüsanten Lichtbildervortrag. Der Verein wird von 147 weiblichen Mitgliedern dominiert, die Zahl der männlichen Mitglieder beträgt 98. Im Jahr 2014 gab es 15 Vereinsaustritte, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass die Fußballsparte keine Mannschaft mehr stellt. Das jüngste Vereinsmitglied ist drei Jahre alt, das älteste 89 Jahre und das Durchschnittsalter beträgt 41 Jahre.

Im vergangenen Sommer hat der MTV Esbeck die Feuerwehr und den Schützenverein des Ortes beim Fest unterstützt. Als rundum schöne Veranstaltung ist das Laternenbasteln mit den Kindern in Erinnerung geblieben, ein Seniorenkaffeekränzchen erfreute die älteren Mitglieder. Die Wandersparte hatte eine Braunkohlwanderung für alle Vereinskameraden organisiert. Fußballwart Martin Ziganki berichtete, dass die zahlenmäßig größte Sparte des Vereins momentan leider keine aktive Mannschaft mehr habe. Die restlichen Mitglieder der ehemaligen Altherrenmannschaft haben Anschluss an Mannschaften umliegender Vereine gefunden. Regelmäßige Trainingsabende werden weiterhin angeboten und hauptsächlich von Jugendlichen besucht. Das Reitturnier an Himmelfahrt ist total „abgesoffen“, wie Reitsportleiterin Constanze Distel erzählte, aber dank ihrer Helfer gelang es den Veranstaltern, so ein Wohlfühlklima zu schaffen, dass das Turnier dennoch durchgeführt werden konnte. Bei der Bewerbung um ein niedersachsenweites Jugendförderprogramm hat die Sparte den vierten Platz gewonnen, und die Gruppe konnte sich auf der Abschlussveranstaltung in Hannover erfolgreich präsentieren. Das Hauptaugenmerk der Reitsportsparte liegt derzeit auf der Trainerausbildung und der Veranstaltung von Kinderfreizeiten.

Wolfgang Geese berichtete als Turnwart neben den Aktivitäten aus den Montags- und Mittwochsgruppen darüber, dass immer mehr Geräte verschwinden, wie Matten, Bälle und ein Radiorekorder. Da zur Halle auch andere Personen Zugang hätten, denke man darüber nach, die Sache zur Anzeige zu bringen. Erfreulicheres hatte Elke Lambrecht vom Damensport zu berichten. Jeden Donnerstag machen etwa zehn Damen von 40 bis 67 Jahren mit großem Spaß Funktionsgymnastik und Spiele. Im Sommer stehe oft Walking auf dem Programm.

Fünftages-Tour

Die Wanderer haben ihre Touren altersbedingt auf kleinere Strecken von acht bis zehn Kilometern begrenzt und unternehmen auch gerne Fahrradtouren. Für dieses Jahr ist wieder eine fünftägige Tour an der Havel geplant. Marie Löppich, die die Jugendsparte im vergangenen Jahr übernommen hatte, hat zunächst ein paar Geräte angeschafft und ein Kinderzeltlager organisiert. Für dieses Jahr steckt sie voller Pläne: So will sie ein „Falltraining“ und je nach Resonanz verschiedene Touren anbieten. Die turnusmäßig durchgeführten Neuwahlen des zweiten Vorsitzenden, der Schriftführerin, des Sportwarts, Sozialwarts, der Spartenleiter Fußball, Reiten und Turnen bestätigten alle bisherigen Amtsinhaber. Das derzeit vakante Amt des Wanderwartes wurde kommissarisch von Wolfgang Schurmann übernommen.

Die Beliebtheit des Vereins unterstrichen auch Bürgermeister Rolf Pfeiffer und Landtagsabgeordneter Klaus Krumfuß, der seit vielen Jahren MTV-Mitglied ist: „Leider konnte ich aus terminlichen Gründen ein paar Jahre nicht kommen, aber es ist mir wichtig, heute hier zu sein.“

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