Esbecker erinnern an das 125-jährige Bestehen der Forstgenossenschaft / Außerdem Feldahorn gepflanzt

Ein Gedenkstein auf dem Sonnenberg

Kleine Festrede am 4,5 Tonnen schweren Stein: Karsten Bartels, Schriftführer der Forstgenossen, gibt einen geschichtlichen Rückblick zum Thema „Der Sonnenberg im Wandel der Zeit“.

ESBECK Die Forstgenossenschaft Esbeck feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Anlass genug für eine besondere Zeremonie, bei der am Donnerstagnachmittag nicht die handelnden Personen im Mittelpunkt standen, sondern ein rund 4,5 Tonnen schwerer Gedenkstein: Er soll immer an das Jubiläum erinnern und hat aus diesem Grund einen Platz auf dem für die Esbecker bedeutsamen Sonnenberg gefunden.

Nach einer kurzen Begrüßung auf dem Hof des Vorsitzenden der Forstgenossenschaft, Dr. Hasso Bartels, fuhren die Forstgenossen und ihre Gäste zum Sonnenberg, auf dem der Gedenkstein an den Tagen zuvor bereits platziert worden war. Bartels hatte den Pferdeanhänger von Mutter Dagmar dabei, in dem ein weiteres Andenken an das Jubiläum transportiert wurde: ein Feldahorn. Auf dem Sonnenberg angekommen, bekam der „Baum des Jahres 2015“ auch gleich einen Ehrenplatz, nur einige Meter vom Gedenkstein entfernt. „Der trockene Standort auf dem Kalkboden des Sonnenbergs ist optimal“, betonte Wilke Frels aus Hoyershausen, der als zuständiger Revierleiter von den Niedersächsischen Landesforsten der Feierstunde in Esbeck beiwohnte. „Wir hatten bereits im Sommer eine große Feierstunde mit einem Festvortrag von unserem Schriftführer Karsten Bartels und einem Diavortrag von Forstamtsleiter Hauke Bruns“, erinnerte Dr. Hasso Bartels bei seiner kurzen Ansprache an den ersten Teil der Jubiläumsfeier der Forstgenossen in der Landgaststätte Hennies in Esbeck. „Normalerweise machen wir eine Waldbegehung im zweijährigen Rhythmus, aber jetzt wollen wir anlässlich des Jubiläums etwas Bleibendes in unserem schönen Naherholungsgebiet schaffen“, rief Bartels den Anwesenden zu – und verwies damit auf den Stein, der genau wie die Forstgenossenschaft unverwüstlich und standfest sei. Der 4,5 Tonnen schwere Brocken stamme zugegebenermaßen aus der Flurbereinigung von Mehle, daher wurde Heinrich Schilde, der bei Bergung und Transport mitgeholfen hatte, mit einem kleinen Präsent belohnt. Auch Steinmetzmeister Willi Lohse aus Elze, der ehrenamtlich die Gravur übernommen hatte, galt der Dank des Vorsitzenden. „Hier soll künftig der Punkt sein, wo wir Forstgenossen uns versammeln können“, so Bartels, der darauf hinwies, dass der Stein zum Waldstück hinter Deilmissen ausgerichtet ist, in dem die Esbecker Forstgenossen ein 20 Hektar großes Areal besitzen. Auf dem Sonnenberg sind die weiteren fünf Hektar Wald der Esbecker angelegt. Karsten Bartels nutzte den feierlichen Rahmen zu einem kleinen Festvortrag, in dem der Schriftführer der Forstgenossen verschiedene Aspekte aus der Geschichte des 141 Meter hohen Sonnenbergs aufgriff. Nicht fehlen durften das Kaisermanöver von Kaiser Wilhelm II im Jahr 1889, zu dessen Andenken ein Denkmal an anderer Stelle auf dem Sonnenberg errichtet worden war. Bartels berichtete auch, dass der Kalkstein früher für die Kalkbrennereien und den Wegebau genutzt wurde, ehe die Forstgenossen den Sonnenberg vor knapp 100 Jahren durch die Aufforstung mit teilweise seltenen Baumarten zu einer „kleinen grünen Naturschutz-Insel in der Feldmark“ haben werden lassen. „Eine großartige Leistung der Forstgenossen“, lobte Wilke Frels das Engagement der Esbecker für Pflanzen- und Tierwelt.

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