Neujahrsempfang in Mehle: Viel Musik und ein neues Kirchenvorstandsmitglied / Gute Zusammenarbeit mit Vereinen

Geburtstag und Jubiläum gefeiert

Musikalischer Rahmen: Der Chor „Querbeet“ unter der Leitung von Mirle Köhler (vorn) singt in der Mehler Kirche. Fotos: Corcilius

MEHLE Eine positive und freudige Stimmung herrschte im Gottesdienst vor dem jährlichen Neujahrsempfang der evangelischen Kirchengemeinden Mehle-Sehlde, Esbeck und Wülfingen, der in diesem Jahr in der St. Urbanus-Kirche in Mehle stattfand. Denn es gab einen Geburtstag, ein Jubiläum, die Einführung eines neuen Kirchenvorstandsmitgliedes und natürlich das neue Jahr zu feiern, von dem noch über elf Monate mit vielen Chancen vor uns liegen.

Vielleicht bestünden einige Chancen auch darin, Hürden zu überwinden, meinte Pastor Dirk Glanert sinngemäß, aber: „Wir vertrauen das Jahr Gott an.“

Kirchenvorstandsmitglied Renate Heering machte auf ein Jubiläum aufmerksam: „Seit 25 Jahren feiern wir diesen Gottesdienst. Früher fand er immer in Mehle statt, seit drei Jahren wechseln sich die Gemeinden ab.“

Bei Wind und Wetter

Die musikalische Gestaltung hatten der Gospelchor „Querbeet“ aus Mehle und der Posaunenchor Sehlde übernommen. An der Orgel saß Ingo Hempelmann, „der sich seit fast 40 Jahren von fast keinem Wetter abhalten lässt, aus Boitzum zu kommen und uns hier auf der Orgel zu begleiten“, wie Renate Heering dankend erwähnte.

Doch an diesem Sonntag stand der Frauenchor „Querbeet“ als „Geburtstagskind“ im Vordergrund. Strahlend nahmen Leiterin Mirle Köhler und ihre Sängerinnen die Gratulationen, Komplimente und Rosen zum 20-jährigen Bestehen entgegen. Dass sie mitreißend singen, stellten sie während des Gottesdienstes mit vier Liedern aus ihrem (Gospel-)Repertoire wieder unter Beweis. Dass sie obendrein hübsch anzusehen sind, brachte Ortsvorsteher Wolfgang Thiesemann charmant an, und dass sie sogar beim Thema „Tod“ einen erwartungsvollen Optimismus ins Publikum ausstrahlen, wurde deutlich, als Mirle Köhler den Spiritual „Going up yonder“ ankündigte.

Anfang des vergangenen Jahres war Kirchenvorstandsmitglied Monika Schiermann von ihrem Amt zurückgetreten, teilte Pastor Glanert nun offiziell mit. Es sei ein Glücksfall, dass man mit Cord Warnecke im vergangenen Sommer einen Ersatz gefunden habe. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde er von Pastor Glanert und den Vorstandsmitgliedern Renate Heering und Gunda Tomanek feierlich ins Amt eingeführt. „Es ist uns eine große Freude, dass wir Cord Warnecke gewinnen konnten und hoffen, dass er unsere Frauenriege aufmischt“, erklärte Heering, denn außer ihr und Gunda Tommanek gehören noch Marie-Luise Suhlry und Anneliese Wichmann dem Vorstand an.

Zusammenarbeit

In ihren Ansprachen betonten Glanert und Heering jeweils die gute Zusammenarbeit zwischen den Kirchengemeinden und den örtlichen Vereinen und Verbänden und bedankten sich für das ehrenamtliche Engagement. Ortsvorsteher Wolfgang Thiesemann sprach Pastor Uwe Lindloge seinen Dank dafür aus, dass er Pastor Glanert während dessen Elternzeit vertreten hatte. Nach einem kurzen Rückblick auf die Aktivitäten in Mehle während des vergangenen Jahres, bei denen die Mehler Flüchtlinge fast schon integriert worden seien, gab er seiner Enttäuschung über die Vorfälle in der Silvesternacht in Köln Ausdruck, die sein Vertrauen erschüttert hätten. Er hoffe, dass „wir die Flüchtlingsprobleme in Deutschland und in ganz Europa lösen können“.

Beim anschließenden Empfang versammelten sich die Gäste aus der Gemeinde, Politik, den Vereinen und Verbänden zum entspannten Gespräch im Gemeindehaus.

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