Thema „Grenzerfahrung“ steht in der Elzer Peter- und Paul-Kirche im Fokus

Friedensdekade mit Kino und Ausstellung

Die Ausstellung „Die vergessenen Flüchtlinge Südosteuropas“ war zuletzt in der Barockkirche Erlangen zu sehen. Ab Mittwoch wird sie in der Elzer Peter- und Paul-Kirche gezeigt.

ELZE Die ökumenische Friedensdekade widmet sich der aktuellen Flüchtlingsthematik. „Grenzerfahrung“ heißt das Oberthema. In der Elzer Peter- und Paul-Kirche gibt es diesmal keine Andacht, sondern Kino in der Kirche, Snacks aus aller Welt und die Ausstellung „Die vergessenen Flüchtlinge Südosteuropas“.

Am Mittwoch, 4. November, wird zunächst um 18 Uhr die Fotodokumentation über die Situation der Roma-Flüchtlinge im Camp Konik am Rande der Hauptstadt von Montenegro eröffnet. Die Fotos wurden im Abstand mehrerer Jahre von drei Fotografen gemacht. Sie wird in den Wochen darauf jeden Donnerstag zur Zeit der Eine-Welt-Cafés von 14.30 bis 17.30 Uhr geöffnet sein. Abends ist dann „Le Havre“ in der Peter- und Paul-Kirche zu sehen, ein Film des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki, der ausnahmsweise nicht in seiner Heimat gedreht wurde.

Der Einlass beginnt um 18.30 Uhr mit Snack, Getränken und Gesprächen. Filmstart ist dann um 19.30 Uhr. Zum Inhalt des Films: Eigentlich wollte der Schuhputzer Marcel Marx (André Wilms) sich in Le Havre zur Ruhe setzen. Der Trubel beginnt, als ein Schiff mit Flüchtlingen aus Afrika in Le Havre einläuft und von der Polizei gestellt wird. Nur der junge Idrissa (Blondin Miguel) kann fliehen und sucht bei Marcel Unterschlupf. Dieser braucht nun die Hilfe seines gesamten Viertels, um Idrissa vor der Polizei zu verstecken. Da wird es Zeit für Marcel, seine Schuhe zu polieren und die Zähne zu zeigen.

Die Aktion ist ein Angebot vom Arbeitsfeld Kunst und Kultur im Haus der Kirchlichen Dienste in Hannover in Zusammenarbeit mit dem Offenen Arbeitskreis Kirche und Film, gefördert von der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Der Eintritt ist kostenfrei. Als Rahmenprogramm zu dem Film laden die Peter- und Paul-Kirchengemeinde und der Arbeitskreis „Runder Tisch Asyl“ zu der Aktion „Snacks weltweit“ ein. Die Gäste können einmal um den Erdball „snacken“, also Leckereien aus den unterschiedlichsten Ländern kennenlernen. Dabei besteht die Gelegenheit zum Gespräch über aktuelle Fragen zur Flüchtlingssituation und Eindrücke des Films. „Snacks weltweit“ startet am Dienstag, 10. November, ab 18 Uhr im Elzer Gemeindehaus hinter der Kirche.

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