Breitrutsche im Freibad: Elzer Bauausschuss entscheidet sich für „Regenbogen“-Variante / Großbaustelle im Zeitplan

Farbenfrohes Alleinstellungsmerkmal

Eine Frage des Geschmacks: Neben der Suche nach der richtigen Farbgebung der Breitrutsche diskutieren die Ausschussmitglieder auch die Form und Farbe der Bodenplatten rund um die Becken.

ELZE Über Geschmack lässt sich bekanntermaßen nicht streiten. Insofern haben es die Mitglieder des Elzer Bauausschusses vernünftigerweise auch gar nicht erst probiert. Nichtsdestotrotz hatten sie eine Entscheidung zu treffen, die letztlich weniger auf rationalen Argumenten fußt als vielmehr eine Frage des Geschmackes ist: Es ging darum, die Farbgebung der Breitrutsche für das Freibad festzulegen.

Im vergangenen Jahr wurde bereits der Beschluss für die Anschaffung einer Breitrutsche als Attraktion und mit ein Aushängeschild des „neuen“ Freibades gefasst. Auf Grund der Lieferzeiten der Breitrutsche war es nun erforderlich, in Sachen Farbgebung tätig zu werden. Der Auftrag soll schließlich zeitnah der beteiligten Firma erteilt werden.

Mainstream gesucht

„Grundsätzlich hoffe ich, dass wir den Mainstream finden. Denn sonst wird uns die Entscheidung noch die kommenden 50 Jahre verfolgen“, wies CDU-Ratsherr Jürgen Schulten-Schüren die Ratskollegen auf die Tragweite hin. Weil die Frage nach der Rutschenfarbe also diese Brisanz enthielt, hatten einige Kommunalpolitiker nicht nur den Rat in der Fraktion, sondern auch in den eigenen Familien gesucht: Bei Familie Schulten-Schüren beispielsweise stand die Rutsche „in Regenbodenfarben“ recht hoch im Kurs, wie der Christdemokrat Preis gab. „Die Rutsche ist ein Alleinstellungsmerkmal des Freibades. Insofern muss sie auch von Weitem erkennbar sein. Eine einfarbige würde nicht passen“, plädierte er für die Farbgebung, die von einem satten Rot am Rutschenstart über Orange, Gelb und Grün schließlich ins Blau und damit ins Wasser führt.

Dieser Farbgegebung konnte auch SPD-Ratsherr Wolfgang Thiesemann einiges abgewinnen: Die SPD-Fraktion habe den gleichen Vorschlag, sagte der Mehler. Darüber hinaus aber auch ein Anliegen: „Das Ständerbauwerk sollte aus Edelstahl sein, damit es einheitlich zum Sprungturm ist.“ Zudem vergewisserte sich Thiesemann bei Bürgermeister Rolf Pfeiffer, dass die unterschiedlichen Farbvarianten keine unterschiedlichen Kosten nach sich ziehen. Wenngleich Ariane Brandes von der Unabhängigen Wählergruppe Elze Bedenken äußerte, dass die Farben unterschiedlich „ausbleichen“ könnten und sie daher eine einfarbige Lösung präferieren würde, fasste Ausschussvorsitzender Bernhard Schiermann (SPD) schließlich zusammen: „Der Tenor geht zu Abbildung 6“, also der „Regenbogenvariante“. Von dieser sei auch seine Frau begeistert, berichtete Schiermann schmunzelnd.

Einmütig votierte das Gremium schließlich für die mehrfarbige Variante und nahm den von Thiesemann genannten Punkt zum Unterbau mit in den Beschluss auf.

Wer dachte, der einzig öffentliche Tagesordnungspunkt der ersten Sitzung im neuen Jahr – und so auch die Frage des Geschmacks – sei damit abgehandelt, der sah sich getäuscht. Auf Bitten von Bürgermeister Rolf Pfeiffer wählten die Ausschussmitglieder noch die Bodensteine aus, die künftig die Becken umranden und entsprechende Zubringer zieren sollen.

Rot-bräunliche Steine

Nachdem die Mustersteine im Ratssaal ausgiebig in Augenschein genommen worden waren, stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig, bei einer Enthaltung, für rot-bräunliche Platten. Diese sollen in zwei unterschiedlichen Formaten verlegt werden, damit durch das Verlegesystem eine Auflockerung der Bodenfläche entsteht. In seinem Bericht erläuterte Bürgermeister Rolf Pfeiffer, dass die Arbeiten am Freibad im Zeitplan liegen. Derzeit werden abschnittsweise Rohre um die Becken verlegt. Je nach Baufortschritt werden zudem Rohrgräben und Baugruben verfüllt. Des Weiteren sei, so Pfeiffer in seinem Bericht, der Haushalt für das laufende Jahr schnell genehmigt worden. „Angesichts des Ergebnisses war dies auch kein Problem“, so der Verwaltungschef. Entsprechend schnell wolle man sich an die Anschaffung einer Kehrmaschine machen, fügte der Bürgermeister an. Ebenso auf der Einkaufsliste weit oben stehen zudem Feuerwehrfahrzeuge. So eines für die Brandschützer aus Mehle und ein weiteres für den Nachwuchs der Floriansjünger.

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