Ortsverband Elze richtet Container her und mietet weitere 1 000 Quadratmeter an

THW erweitert Fläche

Das Technische Hilfswerk (THW) in Elze erweitert sich: Links neben dem Gebäude werden Container ausgebaut. Zudem bekommt das THW eine 1 000 Quadratmeter große Hoffläche (im Moment noch Wiese, rechts) dazu.

ELZE „Die Anforderungen sind gestiegen“, erklärt Holger Hümpel, wieso das Technische Hilfswerk in Elze eigentlich einen Anbau benötigt. Doch da sich an das bestehende Gebäude schlecht anbauen lässt, haben die Verantwortlichen des THW eine andere Lösung gefunden: Sechs Container, die fest installiert werden.

„Dank meiner guten Kontakte zur Bundespolizei konnten wir diese Container bekommen“, sagt Ortsbeauftragter Holger Hümpel. Diese Vereinbarung habe er getroffen, bevor sich jetzt durch die verschärfte Flüchtlingssituation ergeben hat, dass Container an allen Ecken und Enden knapp werden. Die sechs Container, die früher zusammen mit einer weiteren Etage als Unterkunft für eine Hundertschaft der Polizei in Gorleben dienten, wurden vom THW-Ortsverband aus Lüneburg abgeholt. „Wir sind zwei Wochen jeden Tag gefahren, um alles in Einzelteilen abzuholen“, sei das Umsetzen der Container sonst sehr teuer geworden.

„Unser Vemieter Albert Fischer unterstützt uns und hat dem THW ein weiteres Stück des Grundstücks unentgeltlich zur Verfügung gestellt, damit die Container links neben das Gebäude passen“, beschreibt Hümpel das gute Verhältnis zu seinem Nachbarn. Mit dessen Hilfe – er stellt Material und Maschinen zur Verfügung –haben die Mitglieder des Ortsverbandes in vielen Stunden den Aus- und Umbau der Container übernommen. Die Betonwinkel sind inzwischen gesetzt, die Container sind fest einbetoniert worden. „Es handelt sich nicht nur um eine vorübergehende Lösung“, betont Hümpel. Das beweisen auch die Leitungen für Strom und Heizung, die aus dem Gebäude weitergeführt wurden.

2000 ist das THW Elze in den gemieteten Räumen an der Albert-Einstein-Straße eingezogen. Im Sinne der damaligen Richtlinien reichte diese Unterkunft aus. Doch nun sind die Anforderungen gestiegen, der Musterraumbedarfsplan wurde geändert. „Bei unseren vielen Helfern fehlen uns im Moment Räume“, bestätigt Holger Hümpel. Deshalb werden in den Containern sowohl Büros für den Stab bei Einsätzen, für den Gruppenführer und für die Jugend eingerichtet. Hinzu kommt ein Datenraum für die Server.

Doch bevor die Räume bezogen werden können, stehen noch ein paar Arbeiten an. „Die Treppe zu den Containern muss noch anbetoniert werden. Außerdem fehlen noch Tapeten und Teppiche. Auch Kabel müssen noch verlegt werden“, zählt Hümpel die Restarbeiten auf. Er geht jedoch davon aus, dass das Meiste geschafft ist, und keine 100 Arbeitsstunden mehr auf die vielen ehrenamtlichen Helfer zukommen. Einige Möbel stehen bereits in der Mitte der Räume. So hat das Überlandwerk Leinetal (ÜWL) die durch den Neubau und Umzug ausrangierten Schreibtische, die noch in einem guten Zustand sind, gesponsert.

Dachterrasse

Die sechs ineinander übergehenden Container stehen mit etwas Abstand an der linken Seite des Gebäudes des Ortsverbandes. „Wenn wir sie noch dichter herangerückt hätten, gebe es in den Sozialräumen gar kein Licht mehr“, erläutert Hümpel. Doch die Container seien so aufgestellt worden, dass obenauf eine Dachterrasse installiert werden kann, die vom Gruppenraum im Obergeschoss zugänglich ist. „Dann haben unsere Raucher kürzere Wege“, bemerkt Hümpel schmunzelnd.

Damit die THW-Mitglieder trockenen Fußes vom Hauptgebäude zu den Containern gelangen können, möchte Hümpel noch eine Überdachung zwischen der Tür und den Containern schaffen. „Wir sind einer der wenigen Ortsverbände dieser Größe, die ein großes, überörtliches Engagement zeigen“, weiß Hümpel, dass dies auch auf Bundesebene wahrgenommen wird. So hat der Ortsbeauftragte dafür gekämpft, dass sein Standort sich erweitern kann. „Inzwischen ist die Entscheidung gefallen, wir bekommen 1 000 Quadratmeter Fläche hinzu“, freut sich Hümpel über das positive Ergebnis seiner Verhandlungen. Der Vermieter des THW wird die angrenzende Wiese von der Stadt kaufen und sie an den Ortsverband vermieten. „Die Sache liegt zur Unterschrift in Bonn bei der THW-Leitung“, hofft Hümpel, die Fläche noch dieses Jahr pflastern und als Erweiterung des Hofes nutzen zu können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare