Stadtrat verabschiedet Rahmenplan zur Innenstadtsanierung / Antrag zum Mehler Feuerwehrhaus in Ausschuss übergeben

„Entscheidende Sitzung für Elzes Zukunft“

Der „magische“ Augenblick: Der Rat der Stadt Elze votiert einstimmig für den städtebaulichen Rahmenplan zur Innenstadtsanierung, dem bereits mehrere Gutachten und Bürgerumfragen vorausgingen. Schon nach der Sommerpause sollen erste Veränderungen in der Hauptstraße sichtbar sein. Fotos: Vogelbein

ELZE Einstimmig hat der Rat der Stadt Elze um Bürgermeister Rolf Pfeiffer und dem Vorsitzenden Jürgen Schulte-Schüren den städtebaulichen Rahmenplan zur Sanierung der Elzer Innenstadt verabschiedet. „Dies ist eine entscheidende Sitzung für Elzes Zukunft“, unterstrich Bürgermeister Pfeiffer die Wichtigkeit der Abstimmung gegenüber den anwesenden Ratskollegen.

Nachdem auf seiner vergangenen Sitzung auch der Bauausschuss für den Rahmenplan seine Empfehlung ausgesprochen hatte, konnte dieser auch im Stadtrat die notwendige Zustimmung erreichen. „Ich denke, dass wir erste Veränderungen bereits nach der Sommerpause an der Hauptstraße sehen werden“, versprach Pfeiffer. Das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), basierend auf den Ergebnissen der vorbereitenden Untersuchungen zur Innenstadtsanierung, führte dazu, dass Elze im März 2011 in das Städtebauförderungsprogramm des Landes Niedersachsen „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen wurde. Im ISEK wurden der „Ist-Zustand“ der städtebaulichen Struktur und die Missstände aufgezeigt und dient somit der fachlichen und konzeptionellen Vorbereitung der weiteren Handlungsansätze. Bürgermeister Pfeiffer dankte insbesondere den Bürgern, die im Vorfeld mit ihren Meinungen, Wünschen und Ideen an der Konzeption teilgenommen hatten „Wir werden in der Hauptstraße einiges bewegen“, verspricht er weiter. Auch die Vertreter der Unabhängigen Wählergruppe Elze (UWE) sehen in dem Plan etwas Ordentliches daran und hoffen, dass „bald etwas sichtbar“ werde. So war es nicht überraschend, dass sich der Rat fraktionsübergreifend einstimmig für die in dieser Form vorgesehene Sanierung aussprach. „Jetzt ist erstmal ausreichend Zeit, die notwendigen Gespräche und Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern und einem möglichen Investor zu führen“, so Bürgermeister Pfeiffer.

Neues Feuerwehrhaus

Für leichte Verwirrung am Anfang der Sitzung sorgte ein fehlender Punkt auf der Tagesordnung: Wie Michael Röver von der UWE mitteilte, sei ein Antrag der Fraktion zur Zukunft des Feuerwehrhauses in Mehle rechtzeitig eingegangen. Da das Einladungsschreiben jedoch schon vorher versandt wurde, war der Antrag nicht mehr aufgeführt. Dieser enthält konkrete Vorstellungen der UWE, in Mehle einen Neubau des Feuerwehrhauses anzustreben. In ihrem Antrag empfiehlt die UWE zudem, die Verwaltung möge die Vorraussetzungen für einen Neubau vorbereiten. Dazu gehöre auch, einen Bauplatz ausfindig zu machen. Als solchen schlug die Fraktion einen Standplatz an der Alten Poststraße vor. „Der momentane Zustand der Feuerwehr am jetzigen Standort ist den Kameraden der Feuerwehr nicht länger zuzumuten“, so die Begründung der UWE-Fraktion. Ein Umbau des aktuellen Standortes sei ihrer Ansicht nach nicht wirtschaftlich. Vom Zustand des Hauses konnte sich der Rat bei einer Begehung bereits selbst einen Eindruck verschaffen. Dieser hat sich einstimmig dafür entscheiden, den Antrag der UWE an den Ausschuss weiterzugeben.

Neben Innenstadt und dem Feuerwehrhaus in Mehle sollen auch die Straßen im Gewerbegebiet von Elze rund um das Mühlenfeld erneuert werden. Dafür stünden laut Pfeiffer bereits weitere finanzielle Mittel zur Verfügung. Über einen neuen Kollegen freut sich indes der Fachbereich II für Bau- und Ordnungswesen um Fachleiterin Beate Freimann. Jan Spillecke, bisher in Alfeld im Einsatz, wird sich um alle Belange rund um Grundstücks- und Gebäudemanagement kümmern und ist ab dem 28. Juni der neue Ansprechpartner.

Abschließend empfahl Bürgermeister Pfeiffer allen Elzer Bürgern das Ausfüllen des Fragebogens zum „Netzwerk Zukunft Elze“, der die Frage beantworten möchte, wie die Elzer in Zukunft in ihrer Stadt leben möchten. Fragebögen liegen dazu in Geschäften aus.

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