Hand in Hand geht es weiter: Mitglieder arbeiten an VHHG-Zukunft

Der entscheidende Ruck

26 Mitglieder hat der VHHG-Vorstand um Holger Hümpel (rechts) auf dem Zettel, die die Zukunft des Vereins gestalten wollen. Bei der ersten Sitzung des neuen Arbeitskreises kommen die meisten: ein erster Erfolg. Foto: Mosig

ELZE Den Mitgliedern des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe (VHHG) ist am Montag ein entscheidender Durchbruch gelungen. Nachdem bei der Jahreshauptversammlung kein neuer Vorsitzender gefunden wurde, hatte VHHG-Chef Holger Hümpel einen Kreis von Freiwilligen animiert, ein Konzept für eine Neuausrichtung zu finden – und gegebenenfalls auch einen neuen Vorsitzenden.

Dementsprechend aufgeregt war er auch, als die Sitzung nicht so lief, wie er sich das vorgestellt hatte. Hümpel und seine Stellvertreterin Astrid Stichweh-Lange wollten eine Ideensammlung: Stichworte auf bunten Zetteln. Doch die Mitglieder machten dem einen Strich durch die Rechnung, denn schnell ging es, wie in der Saalestadt üblich, um das Bild Elzes an sich. „So haben wir es schon immer gemacht. Das führt doch zu nichts“, so Hümpel verärgert. Doch er irrte glücklicherweise, denn nach anfänglich konfuser Diskussion sprudelten viele Ideen.

Erstens: Laut Satzung ist der VHHG Sprachrohr der Gewerbetreibenden, soll durch Aktionen helfen, Elze bekannter zu machen und dafür sorgen, dass bei den Geschäftsleuten die „Kasse klingelt“. An diesem Konzept gibt es nichts zu rütteln. „Wenn es Elze gutgeht, geht es den Gewerbetreibenden gut – und umgekehrt“, betonte Bürgermeister Rolf Pfeiffer, der seine Hilfe anbot. Möglich könnte es sein, dass sich ein Verwaltungsmitarbeiter in die Arbeit einbringt: als Geschäftsführer, Ansprechpartner etc., denn: „In Sachen Stadtmarketing wollen wir mehr machen.“

Zweitens: Der Verein muss bekannter werden. Nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch unter den Gewerbetreibenden. 53 Firmen sind im VHHG organisiert. 700 eingetragene Gewerbebetriebe gibt es im Stadtgebiet. Ihnen sollen Vorteile präsentiert werden, warum eine Mitgliedschaft sinnvoll ist. Ein Arbeitskreis soll bereits in zwei Wochen tagen, um ein erstes Leitbild zu erstellen.

Drittens: Die Gewerbetreibenden kennen sich untereinander kaum. Netzwerken soll deswegen ganz oben auf der Agenda stehen. Daher soll es eine regelmäßige Zeitschrift oder ein regelmäßiges Register geben, um die Mitglieder vorzustellen.

Viertens: Ein großes Thema ist der Fachkräftemangel. Pfeiffer und Unternehmer Albert Fischer erklärten sich bereit, bei hiesigen Industrieunternehmen die „Türöffner“ zu geben, da große Betriebe davon am meisten betroffen seien. In der Folge könnte eine Stellenbörse entstehen. Da der Verein nicht nur deswegen online aktiver werden muss, erklärte sich Fotograf Dirk Saschenbrecker aus Sorsum bereit, den Onlineauftritt zu überarbeiten.

Fünftens: Um mehr Geld in der Kasse zu haben, soll eine neue Staffelung der Beiträge nach Unternehmensgröße erfolgen. Apropos Kasse: Den vakanten Posten des Kassierers könnte kommissarisch Albert Fischer mit einem seiner Mitarbeiter übernehmen.

Sechstens: Fischer, der im Juni sein 25-jähriges Firmenbestehen feiert, bot an, an dieses so etwas wie eine kleine VHHG-Messe zu knüpfen, wo Besucher die Gewerbetreibenden kennenlernen und die Gewerbetreibenden Kontakt untereinander entstehen lassen könnten.

Diesem Ruck, der durch den VHHG ging, konnte sich auch Hümpel nicht entziehen, der am Ende durchblicken ließ, dass er sich unter diesen Voraussetzungen vorstellen könnte, weiter den „Vorturner“ zu geben.

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