Hobby-Heimatforscher Blinne berichtet

Elzes historische Bahnbrücke

Hobby-Heimatforscher August Blinne hat es die Entstehungsgeschichte der historischen Bahnbrücke bei Elze angetan. Foto: Appel

ELZE  Wenn man Elze über den Heilswannenweg in Richtung Eime verlässt, kommt man an eine historische Eisenbahnbrücke, die über die Gleise der Bahnstrecke Elze-Hameln führt.

Hobby-Heimatforscher August Blinne hat zur Geschichte der Brücke geforscht und herausgefunden, dass einst an Stelle der Brücke eine Bahnschranke Reisenden das Passieren der Zugstrecke ermöglichte. Das zugehörige Bahnwärterhaus stand in Richtung Elze auf einem Acker. „Der Bahnwärter musste wahrscheinlich mehrere Bahnschranken bedienen“, mutmaßt Blinne. Deshalb habe das Bahnwärterhaus vermutlich auf der Höhe gestanden. So wurde der Bahnwärter, Konrad Brandes aus Boitzum, im Volksmund der Elzer zum „Konrad auf der Höhe“. Weil der Hauptmann a.D. Ernst Kern vor der Schranke oft warten musste, habe er dem Maurermeister Hans Kindervater den Auftrag erteilt, eine Brücke über die Bahnlinie zu bauen. So wurde der steinerne Bau in den Jahren 1898 bis 1900 in die Höhe gezogen. Nicht ganz unfallfrei, wie Blinne zu berichten weiß: „Beim Bau des Brückengeländers ist der Zimmerer Konrad Schierbaum abgestürzt und hat sich die Beine gebrochen.“

Nach Umbauten und Sanierungsmaßnahmen ist die Brücke heute übrigens nicht mehr in ihrem ursprünglichen Zustand zu bewundern. as

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare