Ende Mai wird es eine Neuauflage des „Historischen Stadtspektakels rund ums Rathaus“ geben

Elzer Zeitreise ins Mittelalter

Die Taverne wird auch in Elze aufgebaut: Bürgermeister Rolf Pfeiffer (l.) und Fachdienstleiter Andreas Fromme (r.) mit dem Organisatoren-Ehepaar Ulrike und Olaf Schulze. Foto: Kuhlemann

ELZE Nach dem Erfolg im Vorjahr, als die Stadt Elze ihr Jubiläum „400 Jahre Stadtrechte“ gefeiert hat, will die Verwaltung Ende Mai eine Neuauflage des „Historischen Stadtspektakels rund ums Rathaus“ inklusive Mittelaltermarkt anbieten. Auf dem Rathausplatz sollen am Sonnabend, 30. Mai, und am Sonntag, 31. Mai, wieder zahlreiche Attraktionen für das Wohlbefinden der Besucher sorgen.

Gestern Nachmittag fuhren Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer und Fachdienstleiter Andreas Fromme, der hauptsächlich für das Stadtspektakel am letzten Maiwochenende verantwortlich ist, nach Hildesheim, um die letzten Absprachen mit Hauptorganisator Olaf Schulze und seiner Frau Ulrike zu treffen. In Hildesheim, weil die Schulzens dort für den Aufbau des „Historischen Seespektakels“ am Hohnsensee zuständig waren, das in der Zeit vom 1. bis zum 3. Mai läuft. „Wir müssen vorher üben – das ist die Generalprobe für Elze“, sagte Ulrike Schulze schmunzelnd. Beim Gruppenfoto an der Taverne, die auch in Elze aufgebaut wird, verriet Olaf Schulze, dass das „Mittelalter-Spektakel“ in der Saalestadt im Vergleich zum Vorjahr nicht nur größer wird, sondern dass auch Neuerungen geplant sind. So etwa ein Ritterzelt mit Gewandungen und die Familienband „Pestilenzia“, die am Abend für Unterhaltung sorgen wird. „Das ist so eine Art Kelly-Family des Mittelalters“ informiert Olaf Schulze. Zu den weiteren Höhepunkten in Elze werden das Fantasie- und Feuertheater „Chapeau Claque Rouge“ und der Schlangenzauberer „Abraxo“ mit seinen goldenen Pythonschlangen und schneeweißen Nattern zählen. Hinzu kommen die Band „Bene Vobis con kleine Spielleyt“ (Wandertheater mit Witz und Charme), mystische Stelzenfiguren sowie ein großes Familien- und Kinderprogramm. Dafür ist unter anderem das „Duo Pressulantus“ zuständig, das Ritterkämpfe in spielerischer Form anbietet. Dazu gehören Wettbewerbe wie Speerwerfen, Ringestechen, der Kampf auf dem Balken und auch Dart. Bei einer Ritterburg mit entsprechenden Figuren fühlen sich die Besuche ebenfalls in die Zeit um 1350 zurückversetzt. Weiterhin zu sehen sind Schmiede, Schwertkämpfer, Holzschnitzer, eine Salzsiederei, Holzdrucker, Instrumentenbauer, Lederer, Fellhändler, Schmuck- und Gewandlunsghändler sowie Spinner, die einen Webstuhl und eine Pflanzenfärberei mitbringen. Nicht zu vergessen sind die Töpferei, das historische Badehaus, das Kinderschminken und die Glasperlendreher.

Für das leibliche Wohl wird in Form von Gegrilltem, Süßigkeiten, Honigbier sowie anderen mittelalterlichen Spezialitäten wie Knoblauchbrot und Met gesorgt. „Wir planen das Ganze im Zweijahresrhythmus. 2017 würde sich dann ein gemeinsames Fest mit der Kirche anbieten – zum Jubiläumsjahr von Martin Luther, der 1517 die Reformation eingeleitet hat“, betont Rolf Pfeiffer. Das „Historische Stadtspektakel rund ums Rathaus“ wird am Sonnabend, 30. Mai, in der Zeit von 11 bis 23 Uhr und am Sonntag, 31. Mai, von 10 bis 19 Uhr geöffnet sein.

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