Umfrage im Heimatmuseum abgeschlossen / Mehr als 100 Einträge / Bürgermeister beteiligt sich auch

Elzer wünschen sich einen Drogeriemarkt

Schauen sich gemeinsam die Ergebnisse der Umfrage an: Heimatpfleger Fred Ossenkopp (links) und Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer an der Stellwand im Ausstellungsraum. Foto: Kuhlemann

ELZE „Was wünschen sich die Bürger für Geschäfte und Unternehmen in Elze?“ – so lautete die Frage im Rahmen der Ausstellung „Elze, wie hast Du Dich verändert“, die über mehrere Monate im Heimatmuseum lief. Zahlreiche Einwohner aus der Saalestadt und ihren Ortsteilen haben sich an der von Heimatpfleger Fred Ossenkopp initiierten Aktion beteiligt. Das Ergebnis hat er jetzt vor Ort Bürgermeister Rolf Pfeiffer übergeben.

Zur Erinnerung: Mehr als 100 Geschäfte, vom Lebensmittelladen über den Frisör bis hin zum Schuhgeschäft, hatten der Heimatpfleger und seine Mitstreiter vom Museums-Team entdeckt und für die Ausstellung an einer Stelltafel mit Bild- und Kartenmaterial aufgeführt. Dazu gab es reichliche Informationen von Reklameschildern aus alten Zeiten. Demgegenüber wurde Material aus der heutigen Geschäftswelt aufgelistet.

100 Einträge

Am Rande hatte Ossenkopp die Museumsbesucher zu einer Umfrage animiert, indem sie auf einem Zettel ihre Wünsche in Bezug auf die Geschäftswelt von Elze eintragen sollten. Und das haben sie getan: Weit mehr als 100 Eintragungen (Wünsche und Striche) sind auf der Liste notiert. Die meistgenannten Wünsche dabei sind der nach einer Drogerie mit 22 Einträge (durch die Pleite von Schlecker scheint hier eine Versorgungslücke entstanden zu sein), gefolgt von einem Schuhgeschäft (zwölf Striche), einem schöneren Marktplatz (zehn) und einer Bäckerei beziehungsweise einem Café (gesamt 18 Einträge, inklusive Eltern-Kind-Café). Nicht ganz so ernst dürfe man aus Sicht von Ossenkopp den Wunsch nach einem Fastfood-Restaurant sehen, denn der sei möglicherweise durch den April-Scherz der Leine-Deister-Zeitung forciert worden. Im Artikel war im Frühjahr scherzhaft zu lesen, dass die Stadtverwaltung ein Schnellrestaurant mit goldenen Schwingen im Gewerbegebiet unterstützen will. Auch die Wünsche nach einer Buchhandlung (acht) und „kleinen Läden zum Stöbern“ (sechs) sind in der Liste aufgeführt. Sogar ein Hallenbad (fünf), Textilgeschäfte (drei) und ein Kiosk (vier) wurden genannt. Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer hatte sich bei einem Museumsbesuch auch in die Liste eingetragen: Ein Vollversorger in der Innenstadt steht in der Handschrift von Pfeiffer auf dem Zettel, den er jetzt mit ins Rathaus nehmen will. „Vieles davon sollte man verwirklichen können, aber zu einigen Dingen fehlt uns die entsprechende Einwohnerzahl“, kommentierte Pfeiffer die Liste. Allerdings müssten einige Elzer ihr Einkaufsverhalten ändern, beispielsweise nicht per Internet einkaufen, sondern auch in die Läden hineingehen, um etwas zu kaufen, so der Bürgermeister. Aus seiner Sicht gebe es zwar viele leerstehende Geschäfte, doch die seien oft zu klein, denn neben der Verkaufsfläche müsse es noch ein Büro, Sanitärräume und Lagerkapazitäten geben.

Fred Ossenkopp kennt noch einen weiteren Aspekt, der betrachtet werden müsse: „Es sollten alle aufeinander zugehen, vor allem wenn es um die Mietpreise für die Räume geht“, wünscht sich Elzes Heimatpfleger.

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