Kinder des AWO-Kita-Horts beginnen mit Stempel-Aktion / Bürgermeister hilft mit

„Eltze“ in blau und weiß

Bisher hat das Wetter den Plänen von Dagmar Kruska-Noack (links) einen Strich durch die Rechnung gemacht: Gemeinsam mit Bürgermeister Rolf Pfeiffer und dem sonnigen Wetter beginnt die Gruppe jetzt, die alte Elzer Stadtgrenze zu markieren.

ELZE  Das Engagement der Hortgruppe der AWO-Kita in Elze im Vorfeld zu den Feierlichkeiten „400 Jahre Stadtrechte Elze“, die alten Stadtgrenzen mit einem Stempel zu Markieren, fand jetzt auch Würdigung durch Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer.

„Eltze“ mit tz, Peter und Paul Hand in Hand: Beim Entwurf des Stempels hat die Gruppe um AWO-Kita-Leiterin Dagmar Kruska-Noack an alles gedacht. Mit weißer und blauer Spezialfarbe haben sie die Stadtgrenze von Elze markiert, so, wie sie vor rund 400 Jahren ausgesehen hat. Für ihr Vorhaben haben sie die besondere Erlaubnis von Bürgermeister Rolf Pfeiffer erhalten. Dieser hat sich nun vor Ort von der Arbeit der Kinder überzeugt. Aufgrund der Wetterlage haben die Arbeiten erst jetzt so richtig begonnen. Ausgerüstet mit Pinsel, Farbe und der eigens entworfenen Schablone machen sich die Kinder in dieser Woche gruppenweise auf den Weg. Erste fertige Abdrücke sind an der Sedanstraße bereits zu erkennen. Doch Achtung: Bei einigen ist die Farbe noch frisch und der Bereich mit jeweils einer Pylone gesichert. Erst, wenn die blaue Farbe trocken ist, hält der Abdruck auch einen Schuhtritt aus. Von so viel Engagement und Initiative zeigte sich auch Elzes Bürgermeister begeistert und versprach der Gruppe zur Belohnung ein gemeinsames Eisessen: „Wenn ihr an der Hauptstraße angekommen seid, dann kommt doch in meinem Büro vorbei“, so Pfeiffer. An den Stellen, wo keine Stempel aufgemalt werden konnten, wurden kleine Hinweistafeln an Bäume befestigt – die zum Leidwesen von Dagmar Kruska-Noack bereits dem Wetter und Vandalismus zum Opfer gefallen sind: „Einige der Schilder haben wir bereits am Saaleufer wiedergefunden.“ Die Grenzführung haben die Kinder zusammen mit Friedrich Dreyer, der Kartenmaterial zur Verfügung gestellt hat, und Elzes Ehrenbürger und ehemaligem Stadtheimatpfleger Werner Müller ausgearbeitet. Laut Müller entspricht die ausgearbeitete Strecke zu 80 Prozent dem Original von vor 400 Jahren.

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