Einwohner nutzen Bürgerfragestunde / Stadteigene Gebäude werden geprüft

Eltern sorgen sich um Schulstandort Mehle

Viel los bei der Einwohnerfragestunde im Elzer Ausschuss für Soziales und Bildung: Mehrere Eltern nutzen die Gelegenheit, um sich über den Schulstandort Mehle zu erkundigen. Foto: Kuhlemann

MEHLE Die Sorge einiger Eltern um den Schulstandort Mehle bestimmte am Montagabend die Sitzung des Elzer Ausschusses für Innere Dienste, Bildung und Soziales unter der Leitung der stellvertretenden Vorsitzenden Evelyn Witt (SPD).

Bei der Einwohnerfragestunde meldete sich Sarah Sonntag aus Mehle zu Wort. Sie wollte wissen, was an den Gerüchten dran sei, der Schulstandort Mehle würde schließen bzw. nach Elze umziehen. Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer verwies auf ein Papier der Verwaltung, wonach vor dem Hintergrund der Einwohnerentwicklung alle stadteigenen Gebäude untersucht würden – unter anderem mit Blick auf die Notwendigkeit von energetischen Maßnahmen. Die Ergebnisse würden mit der Politik und der Verwaltung besprochen. Bevor irgendetwas geschehe, würden Lehrer und Eltern in die Gespräche einbezogen werden, so Pfeiffer.

Auf die Frage von Gerald Geiger, dem Vater eines Schulkindes in Mehle, wie es die anderen Fraktionen sehen würden, antwortete Pfeiffer, dass es keine abschließende Meinung geben würde. Alle 39 Gebäude der Stadt würden überprüft und mehrere Möglichkeiten in Erwägung gezogen. „Die Grundschule in Mehle macht eine hervorragende pädagogische Arbeit“, brachte sich Wolfgang Thiesemann (SPD) als Ortsvorsteher von Mehle in die Diskussion ein. „Klar, die Schülerzahlen gehen zurück, aber die Grundschule sollte überschaubare Klassengrößen haben“, so Thiesemann weiter. Bevor es eine Entscheidung gebe, wolle er auf jeden Fall eine Kosten-Nutzungs-Rechnung vorgelegt bekommen.

„Ich will nicht ausschließen, dass die Mehler Grundschule weiter bestehen kann, aber bei der Kosten-Nutzung sollten wir der Vernunft folgen“, ergänzte Jens Rinne (CDU). Nach Meinung von Gerold Geiger dürften die Kosten kein Entscheidungskriterium für eine Standort-Aufgabe sein, allenfalls zu geringe Schülerzahlen. Mit Kerstin Lauenstein meldete sich eine junge Mutter zu Wort. „Ich spreche im Namen vieler Eltern, wenn ich mir wünsche, dass meine Tochter, die jetzt neun Monate alt ist, auch in Mehle zur Schule gehen kann“, sagte die Sehlderin. „Wir werden es in den Gremien ausführlich besprechen und am Ende Lehrer und Eltern mit in die Gespräche einbinden“, betonte Evelyn Witt – und Rolf Pfeiffer ergänzte, dass man einen gemeinsamen Weg finden werde, in der Angelegenheit aber nichts übers Knie brechen dürfe.

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