Grenzfahrt der Elze-Mehle-Forstinteressentenschaft / Gedenkstein enthüllt

„Eine Gemeinschaft, die immer zusammenhält“

Etwa 100 Personen nehmen an der Grenzfahrt der Elze-Mehle-Forstinteressentenschaft teil. Fotos: Kolbe-Bode

MEHLE Bei sprichwörtlichem Kaiserwetter nahmen etwa 100 Personen an der Grenzfahrt der Elze-Mehle-Forstinteressentenschaft teil. Mit mehreren Traktoren samt Anhänger und Geländefahrzeugen machte sich die Gesellschaft vom Hof Warnecke bis zur Sennhütte auf, wo zum Abschluss eingekehrt wurde.

Bei einer ersten Rast am Ende der Bergstraße bei Mehle, enthüllten Josef Heering und Ernst-August Kiß ein Eichenschild, das die Inschrift Elze-Mehle-Forst 1738 bis 2013 trägt. Es ist auf einem großen Findling montiert. Heering hatte das Schild eigenhändig angefertigt, um die 275 Jahrfeier der Interessentengemeinschaft nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Der erste Vorsitzende Burghard Hoberg erwähnte, dass der Platz abgeschoben werden musste, als dort kürzlich eine Traubeneiche zum Jubiläum gepflanzt wurde. Der noch kahle Platz solle rasch begrünt werden.

Auf der weiteren Fahrt berichtete der ehemalige Bezirksförster Ernst-August Kiß von seiner damaligen Arbeit im Forst. Unter anderem schilderte er die Maßnahmen nach dem verherenden Sturm Kyrill, der durch den Wald fegte und erhebliche Schäden am Baumbestand anrichtete. An einigen Haltepunkten erklärte Bezirksförsterin Johanna Dreps-Kahl die Entwicklungen in einzelnen Parzellen. Burghard Hoberg unterrichtete die Teilnehmer über den Wegebau und die Grenzsteine. Auf der Fahrt begegnete die Gesellschaft auch Zeugen vergangener Zeiten. So sind tiefe Kuhlen zu sehen, die von eingestürzten Stollen herrühren. Noch bis vor etwa 50 bis 70 Jahren erfolgte in den Waldgebieten noch Bergbau im Tagebau. Aufgeschüttete Hügel deuten auf die Transportsysteme von Loren hin.

Im Waldgebiet Limberg, das als Naherholungsgebiet bei Joggern und Wanderern beliebt ist, sollen in Kürze die Wege bearbeitet werden. Zum Teil werden sie verbreitert oder ausgebessert. Dorothea Schünemann erklärte, dass diese Maßnahme für die moderne Holzabfuhr, aber auch für die Qualität der Wege nötig sei. Wenn die Wege zuwachsen und wenig Licht bekommen, trocknen sie nicht ab und sind auch für Wanderer schwer begehbar.

Die Organisatoren zeigten sich über die große Teilnahme an der Grenzfahrt zufrieden. Anhand der viele Anmeldungen organisierten die Landwirte im Vorfeld ausreichend Plätze auf Anhängern. Burghard Hoberg meinte in seiner Ansprache vor den Gästen: „Wir sind eine Gemeinschaft, die immer zusammenhält und sich sehen lassen kann.“ ckb

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