Offenes Atelier

Jede Menge Kunstwerke beim Elzer Leo Krystofiak zu sehen

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Auch im Garten gibt es eine Unmenge an Kunstwerken: Die „Auszubildenden“ von Leo Krystofiak sind Erika Besser, Ingrid Rakete und Marion Reichelt (v.l.).

ELZE „Das hätte ich nicht erwartet, dass hier solche Unmengen an Kunstwerken sind“, ist Ingrid Gärtner sichtlich beeindruckt. Die Elzerin, die gar nicht weit von Künstler Leo Krystofiak entfernt wohnt, ist eine der Kunstinteressierten, die zum „Offenen Atelier“ gekommen ist.

„Wie ausdrucksstark das Gesicht ist“, sagt sie bewundernd über eines der zahlreichen Gemälde, bevor sie das nächste ausgiebig betrachtet. Und zu entdecken gibt es wirklich allerhand: Kunstwerke, wohin das Auge reicht, Holzskulpturen, Bilder in den unterschiedlichsten Formaten und Motiven, Collagen, die Alltagsgegenständen ein zweites Leben einhauchen. Wie Krystofiaks Ehefrau Renate lächelnd erzählt, waren es früher die Kinder, heute sind es die Enkel, die fragen: „Kannst Du das gebrauchen?“ Und Ideen habe ihr Mann eigentlich immer. Beispielsweise hat er aus ausrangierten Hilfs- und Arbeitsmitteln wie Cuttermesser, Pinseln, Farbtuben und einer kleinen Staffelei ein Kunstwerk geschaffen, das momentan zwischen vielen anderen Arbeiten im Treppenhaus des Wohnhauses zu sehen ist. Die Arbeiten wechselten immer mal wieder ihren Platz, sagt Renate Krystofiak. Wenn sie von „unserer Wechselausstellung“ spricht, dann gilt das auch für das Wohnzimmer, wo derzeit Leo Krystofiaks moderne Mona Lisa einen Ehrenplatz eingenommen hat. Wie viele Kunstwerke genau an diesem Wochenende in seiner Wirkungsstätte zu bestaunen sind, vermag der Künstler mit der ungeheuer großen Schaffenskraft und Schaffensfreude nicht so ganz genau zu sagen. Er überlegt kurz und schätzt: „3000 bis 5000“. Im Garten präsentieren „Leos Azubis“ ihre Werke. „Wir malen mit Begeisterung bei ihm“, schwärmen Marion Reichelt, Erika Besser und Ingrid Rakete von ihrem Lehrer, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Zu dem kreativen Kreis gehören außerdem noch Conny Leinemann und Eckhard Wallmeyer. „Man kann sich hier austoben“, beschreibt Wallmeyer die Arbeitsatmos-phäre in Leo Krystofiak Atelier, wo auch mal Farbkleckse auf dem Heizkörper landen dürften. „Wenn ich das zuhause mache“, sagt er lächelnd, „gibt es Ärger.“ Wie seine „Mit-Azubis“ schätzt Wallmeyer aber auch die konstruktive Kritik des Meisters: „das bringt weiter.“ Der nächste Malkurs für Erwachsene startet am Mittwoch, 12. September, um 9.30 Uhr.

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