Elze startet mit festlichem Akt in der Peter-und-Paul-Kirche die Feierlichkeiten zum Jubiläum „400 Jahre Stadtrechte“

„Ein historischer Tag in der Stadtgeschichte“

Festliche Stimmung bei 400 Gästen in der Elzer Kirche: Musikalisch begleitet der Christophorus-Chor zusammen mit dem Kammerchor des CJD Elze unter der Leitung von Jürgen Kruppa (l.) den Festakt.

ELZE   Mit einem Gottesdienst und einem feierlichen Akt in der Peter-und-Paul-Kirche startete die Stadt Elze in die Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum. 400 Jahre soll es her sein, dass der Flecken Elze seine Stadtrechte erlangt habe – laut Bürgermeister Rolf Pfeiffer sogar auf den Tag genau. Das älteste Dokument mit der Erwähnung Elzes als Stadt, ein Streitbrief an den Rat, datiert auf den 6. Juni 1614. Wann genau Elze zur Stadt erhoben wurde, bleibt laut Ehrenbürger Werner Müller mangels Urkunde aber unklar.

Trotzdem: „Feste soll man feiern“, lobte nicht nur die stellvertretende Landrätin Waltraud Friedemann in ihrem Grußwort die anstehenden Festivitäten. „Wir hätten uns keinen besseren Ort aussuchen können als die Peter-und-Paul-Kirche“, stimmte auch Superintendent Christian Castel in einer kurzen Andacht ein. Denn im Wappen der Stadt sind die Namensgeber der Kirche wiederzufinden.

Rund 400 Besucher, darunter zahlreiche geladene Gäste aus Politik und Stadtleben, waren der Einladung gefolgt und wurden Zeuge eines, wie Bürgermeister Rolf Pfeiffer verdeutlichte, „historischen Tages in der Stadtgeschichte“.

Zukunft mitgestalten

Es sei wichtig, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, um die Gegenwart zu verstehen und auch politisch für die Zukunft die richtigen Entscheidungen zu treffen: „Wir feiern mit Ihnen gemeinsam, es ist unser aller Fest“, so Pfeiffer. Denn die Menschen machen die Stadt Elze zum dem, was sie ist: „Menschen aus unserer Mitte, die sich für die Stadt einsetzen“, so der Bürgermeister.

Mehr als 800 Elzer sind aktuell in etwa 77 Vereinen aktiv. „Gestalten Sie unsere Zukunft mit“, so der abschließende Appell Pfeiffers. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde auch das neue Elzer Stadtbuch vorgestellt. 18 Bürger haben sich rund ein Jahr lang mit der 400-jährigen Geschichte der Stadt befasst und ihre Erinnerungen und Eindrücke in einem Buch zusammengefasst. Maßgeblich daran beteiligt war auch Elzes Ehrenbürger Werner Müller, der in seiner Festansprache einen kleinen Blick in die Entstehung warf und gleichzeitig erklärte, warum „ausgerechnet jetzt gefeiert wird“ – denn Grundlage dafür seien nur Briefe aus jener Zeit.

„Kluger und nachhaltiger Lokalpolitik ist es zu verdanken, dass Elze die Stadtrechte erlangte“, lobte Müller den Geist der Stadtväter. Musikalisch untermalt wurde der Festakt vom Christopherus-Chor und dem Kammerchor des CJD Elze. Unter der Leitung von Jürgen Kruppa sorgte die junge Chorgemeinschaft für einen Rahmen, der mit Liedern wie „Jauchzet dem Herrn alle Welt“ bei vielen Zuhörern für Gänstehaut-Stimmung sorgte. „Das ist ein Pfund, mit dem wir in Elze wuchern können“, so ein Gast.

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