Rolf Pfeiffer verleiht Ehrengabe der Stadt Elze beim Neujahrsempfang / Eckhard Nührig rückt Bildungspolitik in den Fokus

„Ehrenamtliches Engagement würdigen“

Vertreter der Kommunalpolitik, der örtlichen Einrichtungen, der Vereine und Verbände und der hiesigen Unternehmen nehmen die Einladung zum Neujahrsempfang durch den CDU-Stadtverband und die Stadt Elze wahr. Fotos: Hüsing

ELZE Einmal im Jahr kommen Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie der Kirche, Vereine und Verbände in der Astrid-Lindgren-Schule in Elze zusammen. Beim Neujahrsempfang, den die örtlichen Parteien abwechselnd ausrichten, stehen vor allem der Austausch sowie der Dank an die zahlreichen Ehrenamtlichen im Vordergrund.

„Für mich ist der Neujahrsempfang ein würdiger Rahmen, um erstmals die Ehrengabe der Stadt Elze zu verleihen“, wendet sich Bürgermeister Rolf Pfeiffer an alle Teilnehmer. So sei es den Kommunen nicht möglich, die vielen ehrenamtlichen Stunden finanziell zu entschädigen. Doch durch die Einführung der Ehrenamtskarte sowie der Verleihung der Ehrengabe wolle die Stadt ihre Anerkennung zum Ausdruck bringen.

Wiebke Baustian „gehört im Haus der Jugend schon zum Inventar“, stellt Pfeiffer die erste zu Ehrende vor. Die 19-Jährige engagiere sich für die Jugendlichen und ist zur zusätzlichen Kraft geworden. Auch Iris Rohde opfert viel Zeit für ihr Ehrenamt. Seit sechs Jahren ist sie die Vorsitzende des SV Mehle, leitete die Gymnastikdamengruppe und ist als Betreuerin der Fußballer im Einsatz. Den dritten Träger der Ehrengabe bezeichnet Rolf Pfeiffer als „ehrenamtlichen Beauftragten für Sauberkeit, Ordnung und Sicherheit“. So sei Wolfgang Kuhlebert täglich in der Stadt unterwegs und zeige der Verwaltung Missstände auf, wenn beispielsweise ein Straßenschild fehlt oder die Aufschrift nicht mehr zu lesen ist. Für die musikalische Untermalung der Feierstunde sorgen abwechselnd das Geburtstagskind Robin Frindt (14) am Klavier und Frederic Kruppa (12) an der Posaune.

Zwar stehen die Ehrenamtlichen beim vom CDU-Stadtverband und der Stadt Elze ausgerichteten Neujahrsempfang im Mittelpunkt, doch der Gastredner setzt einen eigenen Schwerpunkt. Eckhard Nührig, Leiter des CJD Elze, möchte nicht zurückschauen, auf das, was 2013 war, sondern „2014 leben“: „Wir haben noch viel vor, sollten die strategische Entscheidung treffen, ob wir auf Bewährtes setzen oder Veränderungen wagen“, appelliert er an alle Zuhörer, sich die Frage zu stellen: „Wie viel Kultur und Bildung hätten Sie denn gern?“ Der Oberstudiendirektor beantwortet diese Frage nicht gleich selbst, sondern lässt sie im Raum stehen. Allerdings weist er noch auf einen für ihn entscheidenden Punkt hin – die Zusammenarbeit. „Das CJD hat einen Kooperationsvertrag mit der Stadt Elze, und wir arbeiten auch in vielen anderen Belangen mit Partnern aus der Region zusamme“, nennt er als neue CJD-Projekte die Grundschule Adensen in der Nachbarkommune Nordstemmen und eine Förderschule am Bahnhof. „An anderer Stelle würde ich mich gerne zu den verschiedenen Schulformen, die es so gibt, äußern. Hier und heute ist dafür jedoch kein Platz – die Diskussion würde oberflächlich bleiben“, vertröstet Eckhard Nührig alle, die sich von seinem Vortrag inhaltliche Zielsetzungen und Visionen erhofft haben, auf einen späteren Zeitpunkt.

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