Jahresrückblick der Freiwilligen Feuerwehren / Neues Feuerwehrhaus in Mehle soll in den nächsten zwei Jahren kommen

„Die Katastrophen waren woanders“

Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer (Mitte) und Stadtbrandmeister Werner Kuhlmann (7.v.l.) resümieren das Jahr 2013, ohne dabei die Zukunft aus den Augen zu verlieren: „Ich bin zuversichtlich, dass wir in zwei Jahren die Weihnachtsfeier unter neuem Dach feiern“, so Pfeiffer. Foto: Vogelbein

MEHLE Wenn Bürgermeister Rolf Pfeiffer die freiwillige Feuerwehr in Mehle besucht, ist die erste Frage immer die gleiche: „Wann bekommen wir ein neues Feuerwehrhaus?“ Der Verwaltungschef zeigte sich jetzt zuversichtlich und kündigte bei der Weihnachtsfeier an: „Ich denke, dass wir in zwei Jahren die Weihnachtsfeier unter neuem Dach feiern.“

„2014 wird ein hochinteressantes Jahr“, stellte Pfeiffer große Erwartungen an die kommenden Aufgaben der vielerorts in diesem Jahr neu formierten Vorstandsriegen in der Einheitsgemeinde. Neben einem neuen Feuerwehrfahrzeug für die Einsatzkräfte in Sehlde, steht auch weiterhin die Erneuerung des Feuerwehrhauses in Mehle ganz oben auf der Liste der zu erledigenden Dinge. „Ich hoffe, dass wir bereits in Kürze Konzepte vorstellen können, die auch finanzierbar sind“, so der Verwaltungschef. Bis das neue Haus letztendlich steht, würde aber noch „viel Wasser die Saale herunter fließen“.

Dass dieses Wasser nicht zu dramatischen Überflutungen geführt hat und nach Möglichkeit auch nicht mehr wird, stellte Stadtbrandmeister Werner Kuhlmann in seinem Jahresrückblick fest. „Die Katastrophen waren woanders“, attestierte Kuhlmann der Saalestadt eine Situation wie auf einer „paradiesischen Insel“. Ausschlaggebend seien laut Kuhlmann die vielen Baumaßnahmen rund um Leine und Saale, die letztendlich dazu geführt haben, dass es in Elze und der Umgebung zu deutlich weniger Hochwassersituationen gekommen sei. Auch von größeren Bränden oder Unfällen blieb das Elzer Gebiet verschont. Das „schwierige Thema“ Feuerwehrbedarfspläne stellte Kuhlmann seinen Kameraden in Kürze vor und erkannte: „Es sterben die Feuerwehren, die keine Jugendarbeit betreiben.“

Die häufige Kritik, Feuerwehren würden im Haushalt stets bevorzugt, konterte Kuhlmann mit einem sportlichen Vergleich: „Fußballverein und Freiwillige Feuerwehren sind im Grunde ziemlich gleich. Aber machen die einen Fehler, droht vielleicht nur der Abstieg. Machen wir einen Fehler, stehen Menschenleben auf dem Spiel und auch Winterpausen oder unbespielbare Plätze kennen wir nicht. Angesichts dessen ist es nur gerecht, dass Feuerwehren besonders bedacht und vielleicht bevorzugt werden“, so Elzes Stadtbrandmeister.

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