Elzes Bürgermeister Rolf Pfeiffer ruft Bürger auf, sich an Projekten im Leinebergland zu beteiligen / Neue Förderperiode

„Die Ideen dürfen sprudeln“

Bürgermeister Rolf Pfeiffer wünscht sich zahlreiche Elzer Ideen für die Region Leinebergland. Foto: Hüsing

ELZE Die Breitbandversorgung, Zukunftsmodelle zum Wohnen und Leben im Alter sowie die ärztliche Versorgung sind Themen, denen sich auch die verschiedenen Arbeitskreise in der Region Leinebergland annehmen. Einiges davon ist in Elze bereits umgesetzt, anderes bedarf weiteren Ideen. Deshalb ruft Bürgermeister Rolf Pfeiffer jetzt alle Elzer Bürger auf, sich Gedanken zu machen und Ideen einzubringen.

Im Frühjahr beginnt die neue Förderperiode. Dann wird eine Jury auswerten, welche Projekte in den Mitgliedskommunen der Leader-Region zukunftsweisend und somit zu fördern sind. „Auch Elze kann einen solchen Leuchtturm gut gebrauchen“, setzt Bürgermeister Rolf Pfeiffer auf die Zusammenarbeit aller Akteure. Damit nicht nur Politiker diskutieren, was für ihre jeweiligen Kommunen am besten ist, sollen auch die Bürger in den Prozess eingebunden werden.

„Ich würde mich freuen, wenn sich auch Elzer stärker einbringen würden“, fordert er alle Bürger auf, „die Ideen sprudeln zu lassen“. Nun gelte es, das Konzept mit Leben zu füllen. „Viele Veranstaltungen rund um das Regionale Entwicklungskonzept finden in Alfeld statt. Trotzdem ist auch Elze immer eingebunden“, erzählt Rolf Pfeiffer. Im Vordergrund dieser Förderperiode bis 2020 stehen die drei Leitprojekte Mobilität und Verkehr, Gesundheit und ärztliche Versorgung sowie Grund- und Nahversorgung. „Das sind Themen, die wir auch hier in Elze bereits angedacht haben. Wie kommt man ohne Auto zum Einkaufen nach Elze?“, stellt Pfeiffer eine der zentralen Fragen des demografischen Wandels. Denkbar wären ein Bürgerbus oder auch ein Disco-Taxi. Oder der Einzelhandel muss wieder auf die Dörfer gebracht werden. „Ich spinne jetzt mal“, nennt Pfeiffer eine konkrete Idee: So könne ein Genossenschaftsbus mit Regalen ausgestattet und als rollender Einkaufsmarkt umfunktioniert zu bestimmten Zeiten die Ortsteile anfahren. „Ideen sind da, aber sie müssen auch von engagierten Bürgern mitgetragen werden“, so der Bürgermeister.

Ein zentrales Thema sei daher auch der Tourismus. So gelte es, bestehende Wanderwege besser auszuschildern, Parkflächen zu schaffen und sich mit anderen Fahrrad- oder Wanderwegen zu vernetzen.

Bereits in der Vergangenheit sei Vieles durch die EU-Förderung im Leader-Programm möglich gewesen. So sind die Kneipp- und Bike-Anlage, der Schulhof und auch Projekte an der Wittenburger Kirche finanziert worden. Heutige Ideen beschäftigen sich mit der Errichtung eines Gebäudes an der Kneipp- und Bike-Anlage sowie mit einer möglichen Sanierung des Bürgertreffs.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare