Wechsel nach Hannover: Nach 16 Jahren nimmt Bernd Rossi Abschied von „seiner“ Gemeinde

„Diakon Rossi? Der ist gut!“

Pastorin Evelyn Schneider und Superintendent Christian Castel (rechts) verabschieden Bernd Rossi in einem feierlichem aber ebenso auch ungezwungenen Gottesdienst. Foto: Fritzsche

Elze Es war ein emotionaler Abschied, den der scheidende Elzer Diakon Bernd Rossi von „seiner“ Gemeinde nehmen musste. Eingerahmt von seiner Familie und Freunden erfuhr der langjährige Diakon der evangelischen Kirchengemeinde der Peter und Paul in Elze, wieviel Anerkennung, Freundschaft und Respekt ihm für das, was er in den 16 Jahren seiner Tätigkeit auf den Weg gebracht hat, entgegenschlugen.

Pastorin Evelyn Schneider stellte fest, dass es bei ihrem Amtsantritt in der Elzer Kirche stets hieß: „Diakon Rossi? Der ist gut“ und wann immer jetzt die Sprache auf seinen Wechsel zum evangelischen Landesjugendpfarramt nach Hannover aufkam, alle sagten: „Das ist so schade“.

„Wir als Christen aber teilen das Gute und begleiten Diakon Rossi heute verbunden mit einem dicken Dank und allen guten Wünschen noch ein letztes Stück seines Weges hier in Elze.“

Den feierlichen aber ebenso auch ungezwungenen Gottesdienst gestaltete der Diakon, der 16 Jahre lang in der Elzer Kirchengemeinde, dem Gemeindeverbund und dem Kirchenkreis hauptsächlich im Bereich der Jugendarbeit tätig war, selbst mit und hielt die Predigt auf eigenen Wunsch selbst.

Emotional

„Ich habe hier viele Jahre zusammen mit Menschen gewirkt, die sich mit Hand, Herz und dem Kopf eingebracht haben. Eine Gemeinde braucht den Austausch und darf nicht verharren, wenn sie an ihr Ziel gelangen möchte. Verantwortung, Vertrauen und Ehrlichkeit sind wichtige Eigenschaften, die auf einem gesteckten Weg nicht fehlen dürfen ebenso wie ein Anker, eine Basis, ein Fundament“, führte Rossi aus, der damit auf seine Frau und seine Kinder anspielte und aus emotionalen Gründen seine Predigt an diesem Punkt abbrechen musste.

„Guter Job“

Nicht weniger emotional betroffen übernahm Superintendent Christian Castel die weitere Aufgabe des Abschiednehmens und bescheinigte Bernd Rossi „einen guten Job gemacht zu haben“, bei dem er die richtigen Worte zur richtigen Zeit im richtigen Tonfall getroffen habe und der mit seiner Art die Gabe hatte, junge Menschen in der Gemeinde anzusprechen und zu begeistern.

„Wir sind sehr froh dass wir Dich hatten und können uns nur für alles, was Du geleistet hast, bedanken. Im Namen des Kirchenvorstands, Verbandsvorstandes und des Kirchenkreises begleiten Dich alle guten Wünsche und Gottes Segen bei dem, was jetzt noch kommen mag.“

„My way“

Mittels feierlichem Handschlag entpflichtete Christian Castel den Diakon aus all seinen Aufgaben, bevor Viktoria Buck am Klavier mit dem bekannten und zu Herzen gehenden Song „My way“ von Frank Sinatra noch einmal dafür sorgte, dass einige Tränen flossen.

Viele gute Wünsche, viele Dankesworte, kleine Präsente und Umarmungen warteten beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus auf Bernd Rossi, bei dem sich die Gemeindeglieder, unzählige Jugendliche sowie Vertreter des Kirchenkreises, der Verwaltung und der Schulen von dem engagierten und beliebten Diakon verabschiedeten.

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