Ehrengaben der Stadt Elze für drei besonders verdiente Bürger

Dank für das Engagement

Ferid Mendi, Christin Michehl und Walter Burghardt werden ausgezeichnet: „Sie haben es wirklich verdient“, sagt Bürgermeister Rolf Pfeiffer. Foto: Greber

ELZE J Zum zweiten Mal vergab die Stadt Elze Ehrengaben an besonders verdiente Bürger. Beim Neujahrsempfang zeichnete Bürgermeister Rolf Pfeiffer am Sonntag Walter Burghardt, Christin Michehl und Ferid Mendi aus.

„Es sind Bürger, die besonders aufgefallen sind und denen einmal öffentlich Dank ausgesprochen werden muss“, sagte Pfeiffer, der die Auswahl zusammen mit seinen Stellvertretern traf.

So wie der 77-jährige Walter Burghardt, der seit 30 Jahren eine 1 500 Quadratmeter öffentliche Fläche an seinem Grundstück an der Gartenstraße pflegt. Alle zwei Wochen ist der Bauhof dort im Einsatz, doch Walter Burghardt hält es jede Woche in Schuss. Ohne zu Murren mäht er Rasen oder schippt Schnee. „Dabei verzichtet er auf eine Aufwandentschädigung und stellt auch keine Rechnung für das Rasenmäher-Benzin“, so der Verwaltungschef.

Zu jeder Zeit

Christin Michehl lebt seit 1998 in der Saalestadt: Die heute 68-Jährige zog nicht nur ihr eigenes Kind groß, sondern kümmerte sich auch liebevoll um 16 weitere, als Stief- oder Pflegekinder. Zudem engagiert sie sich stark in der Flüchtlingshilfe. Ferid Mendi ist seit 1997 Elzer. Der gebürtige Iraker spricht neben deutsch auch fließend arabisch, kurdisch, persisch, afghanisch-dari, türkisch und aserbaidschanisch – dazu kommen noch mehrere Dialekte.

Heimatstadt

„Immer stand er als Dolmetscher Gewehr bei Fuß, wenn ein Flüchtlingszug ankam“, zollte Pfeiffer seinen Respekt: „Er hat jeden Zug begleitet – zu jeder Tages- und Nachtzeit – auch seine Söhne haben mitgeholfen.“ Ein Satz hat Pfeiffer besonders beeindruckt: „Ich bin stolz, meiner Heimatstadt helfen zu können“, zitierte er den 55-jährigen Mendi.

Im Gespräch mit der LDZ sagte Mendi: „Wir haben diese Aufgabe als Team geleistet und sehr gut zusammengearbeitet. Für mich war diese Aufgabe eine Pflicht, weil die deutsche Regierung und die Stadt Elze auch unterstützt und geholfen haben, als meine Familie und ich 1997 nach Deutschland geflüchtet sind.“ Mendi betonte und appellierte zugleich: „Egal wann und wo Deutschland Hilfe braucht, müssen wir als Volk da sein.“

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