Neue 13 000-Euro-Heizung für den THW-Ortsverband Elze vom Landkreis zum Teil gesponsert

Damit Einsatzkräfte nicht frieren

Neue Anschaffung: Mit der Gebläseheizung kann das THW Elze um Ortsverbandsvorsitzenden Holger Hümpel dafür sorgen, dass Einsatzkräfte bei Katastrophenfällen im Winter gewärmt werden. Foto: Kuhlemann

ELZE Der THW-Ortsverband ist mit Fahrzeugen wie Kipper, Tieflader, Bagger und Lastwagen sowie Ausrüstung ohnehin gut bestückt. Jetzt ist noch ein weiteres Gerät dazugekommen, das dem THW vor allem im Winter spezielle Möglichkeiten bietet: Eine Gebläseheizung im Wert von 13 000 Euro, die vom Landkreis mit 8 000 Euro bezuschusst wurde.

Nach Auskunft von Holger Hümpel, Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbandes Elze, würden alle Hilfsorganisationen im Landkreis Hildesheim regelmäßig finanziell unterstützt bei Dingen, die über die Standardausrüstung hinausgehen. Das sind die DRK-Kreisverbände Alfeld und Hildesheim, die Johanniter, die DLRG und die THW-Ortsverbände Sarstedt und Elze. Damit hätte der Landkreis nicht nur einen Mehrwert, sondern würde außerdem die Hilfsorganisationen einsatzfähig halten.

„In Sarstedt und Elze wechseln wir uns immer intern ab, damit wir eine höhere Summe erhalten, wie in diesem Fall 8 000 Euro“, informiert Hümpel. In der Vergangenheit hätte sich das THW Elze beispielsweise große Zelte gekauft, mittlerweile besitzt der Ortsverband ein halbes Dutzend davon. Die könnten jetzt auch in den kalten Wintermonaten zum Einsatz kommen, in etwa, um bei Katastrophenfällen die Einsatzkräfte wärmen zu können. Das gelte unter anderem auch dann, wenn Atemschutzgeräteträger aus einem brennenden Gebäude zurückkehren und drohen, zu unterkühlen, weil sie durchgeschwitzt sind.

In dieser Richtung seien bereits erste Gespräche mit Feuerwehr-Führungskräften geführt worden, die sich für die THW-Heizung interessieren, unter anderem mit Lamspringe.

Nach Auskunft des Elzer THW-Chefs haben die Verantwortlichen den Zuschuss im Vorfeld beantragt, vor Kurzem sei dann die Heizung gekauft worden.

Dabei handelt es sich um eine Gebläseheizung mit einer Leistung von 120 Kilowatt. Betrieben wird sie mit Heizöl. „Im Katastrophenfall, wenn kein Heizöl vorhanden ist, kann auch Diesel getankt werden“, weiß Hümpel, der darauf verweist, dass das THW Elze einen 1 000-Liter-Tank für Heizöl stehen hat. Die neue Heizanlage ist laut Hümpel schon zweimal in Zelten aufgebaut worden, beim nächtlichen Zeittunnellauf in Barfelde (wo sie nicht benötigt wurde, weil es, im Gegensatz zum Vorjahr, warm genug war) – und beim Fest anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Johanniterstifts in Elze. Nicht zuletzt durch die Neuanschaffung ist das THW Elze fit für das Pilotprojekt „Bereitstellungsraum 500“: Bei einer Großschadenslage kann ein Basislager für 500 Einsatzkräfte errichtet werden. Das THW Niedersachen ist Vorreiter in der Angelegenheit. Im Sommer 2014 soll eine Übung mit den Landesverbänden Niedersachsen (mit Bremen) und Küste (Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern) stattfinden. Hümpel ist stolz darauf, dass der Elzer THW-Ortsverband mit eingebunden ist.

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