Polizeiinspektion Elze zieht Bilanz: Zwei Verkehrstote im Jahr 2013 / Deutlich weniger Unfälle / „2+1 muss sich erst beweisen“

Bundesstraße 3 bleibt Schwerpunkt

Die Polizei in Elze wird die neue 2+1-Regelung auf der Bundesstraße 3 genau im Auge behalten: Polizeihauptkommissar Thomas Walter und Praktikantin Lea Reinhold überzeugen sich vor Ort von der Situation. Am Eimer Kreuz sind die Unfälle seit 2011 rückläufig (kleines Bild). Fotos: Vogelbein

Elze Weniger Verkehrsunfälle als noch im Vorjahr bilanzierte jetzt die Polizeiinspektion in Elze. Rund 414 (Vorjahr: 470) Unfälle gab es demnach auf den im Zuständigkeitsbereich liegenden Straßen. Die Verletztenstatistik sei jedoch ernüchternd, sagt Thomas Walter von der Polizei in Elze. Diese liege in den vergangenen fünf Jahren auf einem konstanten Niveau. Dazu kommen 2013 zwei Todesfälle. Mehr Kontrolle und präventive Aktionen sollen dem entgegenwirken.

„Das ist der niedrigste Wert seit zehn Jahren“, wertet Thomas Walter von der Polizeiinspektion in Elze den Rückgang der Unfälle im vergangenen Jahr. Warum das so ist, darauf hat Walter keine Antwort: „Ich würde mir schon wünschen, dass wir das eher nachvollziehen könnten“, sagt der Polizeihauptkommissar. Hauptursache bleibe aber nach wie vor zu hohe Geschwindigkeit, verdeutlicht Walter. Deshalb werde man dahingehend auch weiter engagiert arbeiten. Durch gezielte Kontrollen und Messaktionen soll Rasern der Garaus gemacht werden. „Indem wir uns bei Messungen deutlich zu erkennen geben und die Fahrer auch anhalten, hinterlassen wir einen größeren und nachhaltigen Eindruck – und zwar bei allen Verkehrsteilnehmern“, erklärt Walter die aus dem vergangenen Jahr bekannten Maßnahmen, die auch in diesem Jahr fortgesetzt werden sollen.

Eine Zielgruppe sind dabei die Motorradfahrer, für die die Saison in diesem Jahr besonders früh begann. Die Tatsache, dass es im Jahr 2013 gleich zwei Todesfälle nach Unfällen mit Motorrädern gab, rufe die Polizei jetzt ganz besonders auf den Plan. Mehr Kontrollen und Aufklärungsarbeit sollen das Gefahrenpotential senken: „Nicht immer ist der Motorradfahrer am Unfall schuld. Es muss auch Aufklärungsarbeit bei den Autofahrern geleistet werden, die die Geschwindigkeit der Zweiräder oft unterschätzen.“ Zudem werden die Aufklärungsbemühungen bei Fahrerfluchten intensiviert. Zwar sei die Zahl insgesamt zurückgegangen (64 zu 87), doch wurden gleichzeitig weniger Fälle aufgeklärt (22): „Unser Ziel ist eine Quote von 50 Prozent“, so Walter. Dabei setze man vor allem auf Zeugen, die sich mit Hinweisen an die Polizei wenden. Auch, dass 258 Fahrer im vergangenen Jahr ohne Anschnallgurt unterwegs waren, sieht Walter kritisch. Gleiches gelte für Fahrer, die während der Fahrt ein Telefon benutzen. Im Einzugsgebiet waren das immerhin 31 Verkehrsteilnehmer. Schwerpunkt bei Kontrollen und Messungen bleibt aber nach wie vor die Bundesstraße 3. Nachdem die Strecke zwischen Elze und Gronau mit einer 2+1-Regelung ausgebaut wurde, erhofft sich Walter deutlich weniger Unfälle. „Wir haben noch keine konkreten Zahlen, dafür ist das noch zu frisch. Es fällt aber auf, dass trotzdem noch zu schnell gefahren wird“, erklärt Walter. Das gilt auch für die Auffahrt am Eimer Kreuz. Von der Erneuerung des Fahrbahnbelags erhofft sich Walter aber eine deutliche Verbesserung. Gleiches gilt für die Abfahrt B 1 Richtung Elze, wobei eine Fahrbahnerneuerung hier noch aussteht. „Wir würden uns wünschen, dahingehend mehr Einfluss zu haben“, bedauert Walter. „Gerade bei Nässe kommt es an diesen Stellen immer wieder dazu, dass Fahrzeuge schleudern und im Graben landen.“

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