Elzes Friedhofsverwalter Peter Schenk erinnert Angehörige an Vorschriften

„Bitte keine Blumen auf die Rasengräber legen“

So sollte es nicht sein: Oftmals liegen Blumen lose oder in Schalen auf den Rasengräbern auf dem evangelischen Friedhof. Stehen Mäharbeiten an, muss der Grabschmuck mühevoll entfernt werden.

ELZE Die Pflege der Rasengräber auf dem evangelischen Friedhof in Elze ist eigentlich eine einfache Angelegenheit, denn die Platten mit Namen und Daten der Verstorbenen sind flach ins Gras gelegt, sodass der Rasenmäher einfach rüberfahren kann. Doch viele Angehörige halten sich nicht an die Auflagen, keine Blumen oder Grabschmuck auf die Platten zu legen – das erschwert die Arbeit des Friedhofsgärtners ungemein.

Wenn ein Mensch aus der Familienmitte gerissen wird, ist das immer ein schweres Ereignis. Zu der Traurigkeit um den Verlust kommt auch die Entscheidung, wie der Verstorbene bestattet werden soll. Viele Angehörige entscheiden sich heute aus verständlichen Gründen für ein Rasengrab. Dabei wird die Urne unter einer flachliegenden Platte bestattet. Die Pflege solcher Gräber wird vom Friedhofspersonal geleistet.

„Für ein Rasengrab gibt es bestimmte Auflagen. So sollen Gestecke und Andenken ausschließlich an den vorgesehenen Gedenksteinen am Rande der Rasenfläche abgelegt werden. Aber viele Angehörige halten sich nicht daran und platzieren ihre Blumen auf der Grabplatte auf der Rasenfläche“, sagt Elzes Friedhofsverwalter Peter Schenk, der die Angehörigen bittet, keine Blumensträuße oder andere Gedenkmaterialien auf die Platten zu legen.

Für die Mitarbeiter der Friedhofsgärtnerei bedeute dies eine große Mehrarbeit, denn sie müssen zur Pflege der Gesamtfläche die Sträuße, Blumentöpfe oder Steine einzeln einsammeln und am Gedenkstein ablegen. Viel Zeitaufwand. Zeit, die unter anderem für die übrige Pflege des Friedhofes fehlt. Manchmal helfen sogar Mitglieder des Kirchenvorstands, wenn sie gerade in der Nähe sind oder von dem anstehenden Mäh-Termin wissen. Darüber hinaus können kleine Steine, die ins Mähwerk geraten, den Rasenmäher beschädigen. „Wir wissen, dass die Bewältigung von Trauer schwer ist und immer wieder Wege braucht. Deshalb haben wir für die Gedenksteine am Rande gesorgt. Alle diejenigen, die sich für ein Rasengrab entscheiden, und damit auch der Friedhofsordnung beigepflichtet haben, dass die Grabsteine auf der Rasenfläche frei bleiben, können ihrer Verstorbenen in Würde gedenken und Erinnerungssträuße am Gedenkstein niederlegen“, zeigt Schenk Verständnis für die Trauernden. Auch hierbei gebe es Möglichkeiten, dem Gedenken eine persönliche Note zu geben. „Gern helfen wir Ihnen bei solchen Überlegungen oder wenn Sie Trost in Ihrer Traurigkeit brauchen“, so der Friedhofsverwalter.

„Ich habe schon mehrfach einige Angehörige angesprochen, wenn sie gerade im Begriff waren, Grabschmuck auf die Platte zu legen, meistens haben sie die Vorschriften eingesehen und die Blumen am Gedenkstein abgelegt“, nennt Schenk ein Beispiel vom Aufeinanderzugehen.

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