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Mit Bildern neue Wörter schneller lernen

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Lernbereite Schüler: Eine große Gruppe von Flüchtlingen nimmt am Deutschunterricht im Elzer Gemeindehaus teil. Jetzt bekommen sie hilfreiche Bildwörterbücher. Fotos: Kuhlemann
Lernbereite Schüler: Eine große Gruppe von Flüchtlingen nimmt am Deutschunterricht im Elzer Gemeindehaus teil. Jetzt bekommen sie hilfreiche Bildwörterbücher. Fotos: Kuhlemann

ELZE „Sprache ist der Schlüssel zur Kommunikation“: Dieser Satz wird immer wieder im Zusammenhang mit den Flüchtlingen, die aus fremden Ländern kommen, um in Deutschland Fuß zu fassen, genannt. In den Orten, in denen sie wohnen, wird genau daran gearbeitet, auch in Elze.

Daher hat Bürgermeister Rolf Pfeiffer den Lehrern 15 Exemplare des Bildwörterbuches mit dem Titel „Die 1 000 wichtigsten Wörter in Bildern erklärt“ überreicht.

Finanziert wurden die Bücher von der Stadt Elze. Die insgesamt 29 Kapitel des farbigen Buches behandeln unter anderem Adjektive, Nomen und Verben sowie Themen wie Arbeit, Wetter, Familie und Freunde, Essen und Trinken, Einkaufen und Geld, Sport und Freizeit, Kommunikation und die Uhrzeit – eben die Dinge des täglichen Lebens. Das Buch richtet sich an Lernende, die sich im Alltag auf Deutsch verständigen müssen und Defizite beim Lesen und Schreiben der lateinischen Schrift haben. Es eignet sich besonders für Teilnehmer von Alphabetisierungskursen und Zuwanderern, die zwar bereits ein Schriftsystem kennen, aber nun das lateinische Alphabet erlernen müssen. Darüber hinaus haben Rolf Pfeiffer und Fachdienstleiter Andreas Fromme noch die Langenscheidt-Broschüre „Zeig mal! Schnell kommunizieren mit Bildern“ an die Flüchtlinge überreicht. Genau diese Zielgruppe hat die Schar von ehrenamtlich Lehrenden, die von Engeline Roolfs angeführt wird, bei den Sprachkursen im Gemeindehaus der evangelischen Kirche vor sich. Mit dabei ist Hassan Moussa, der schon 18 Jahre in Elze lebt und als Dolmetscher fungiert. „Die Bücher bringen etwas, denn sie sind einfach zu handhaben“, so Roolfs zur Spende der Stadt.

Die Flüchtlinge sind in drei Gruppen eingeteilt: So gibt es einen Alphabetisierungs-Kursus, der von Engeline Roolfs und Sigrid Weiberg betreut wird, einen Deutschkursus 1, der bislang von Barbara Funke geleitet wurde, künftig aber von Heidrun Anemüller, Marianne Scharte und Jürgen Gädke. Zudem gibt es einen Sprachkursus für Fortgeschrittene, den Gudrun Stüber, Lydia Strohdach und Heike Weile betreuen.

„Ich bin begeistert von der Lernbereitschaft der Flüchtlinge, die großes Interesse an ihrer neuen Umgebung zeigen“, sagte Rolf Pfeiffer bei der Übergabe der Bücher vor den Schülern. Gleichzeitig bedankte er sich bei den Ehrenamtlichen für ihr Engagement in Sachen Sprachkurse. Laut Aussage von Fromme gebe es momentan 55 Flüchtlinge in der Einheitsgemeinde, die in Elze, Mehle und Wülfingen leben. Der Landkreis habe kürzlich zusätzliche private Wohnungen in der Saalestadt gefunden und angemietet, um auf weitere Flüchtlinge vorbereitet zu sein, wie Fromme auf Nachfrage der LDZ mitteilt. Der große Kreis der Unterrichtenden in Elze scheint ebenfalls dafür gerüstet zu sein.

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