„Pinos“ erlangen zweiten Platz bei Wettbewerb „Erfahrung entdeckt Entdecker“

Barriere soll brechen

Dafür, dass sie sechs bunten „Pinos“ Leben eingehaucht und damit einen großen Schritt für die Generationenhilfe geleistet haben, erhalten die Schüler der Krüger-Adorno-Schule eine großzügige Belohnung vom Verein „Wege aus der Einsamkeit“. Foto: Zimmer

ELZE Es hat sich vermutlich bereits rumgesprochen: Die bunten Pappmaché-Figuren namens „Pinos“ wurden über einige Wochen in den Schaufens-tern Elzes aufgestellt, um auf ein ganz besonderes Projekt von 22 Schülern der Krüger-Adorno-Schule in Kooperation mit dem Netzwerk Zukunft Elze aufmerksam zu machen.

Partnerschaft, Integration, Nachbarschaftshilfe, Offenheit und Sozial – dafür stehen die „Pinos“, die alle eine eigene kleine Lebensgeschichte erhalten haben, die sie auf unterschiedliche Weise mit dem Netzwerk Zukunft Elze verbindet, sowohl als Hilfesuchende als auch als Hilfeleistende. Mit diesem Projekt haben sich die Schüler bei dem Wettbewerb „Erfahrung entdeckt Entdecker 2014“ des Hamburger Vereins „Wege aus der Einsamkeit“ beworben und haben prompt den zweiten Platz gewonnen. Um ihnen eine Belohnung in Höhe von 1 500 Euro auszuhändigen, kam Vereinsvorsitzende Dagmar Hirche zur offiziellen Preisverleihung in das Elzer Rathaus.

Zuvor richtete Bürgermeister Rolf Pfeiffer dankende Worte an die Schüler: „Wenn man bedenkt, dass wir heute eine Auszeichnung bekommen, zeigt das, dass wir auf einem super-richtigen Weg sind. Wenn wir die Generationen weiterhin zusammenbringen und uns gegenseitig helfen, können wir guten Gewissens alt werden.“

Eine kurze Vorstellung des Projektes lieferten Lena Sievers und Jonas Stüber im Namen aller 22 beteiligten Schüler. „Unser Ziel ist, dass die Barriere zwischen Jung und Alt gebrochen wird“, erklärte Lena Sievers. „Wir hoffen, dass wir noch viele weitere Helfer finden und die Menschen noch näher zusammenbringen können“, schloss Jonas Stüber die kurze Revue der geleisteten Arbeit.

Schließlich stellte Dagmar Hirche die Arbeit ihres Vereins vor, der nach dem Leitsatz „Ein langes Leben soll Glück sein, nicht Last“ arbeitet. Dazu gehören Projekte wie ein Senioren-Flashmob oder „Wir versilbern das Netz“, bei dem Senioren an moderne Medien herangeführt werden. „Wir waren erstaunt, mit wie viel Kreativität dieses Projekt in Elze umgesetzt wurde“, bemerkte sie begeistert. „Kleinstadt – Großes Projekt – Zweiter Platz – Herzlichen Glückwunsch“, rief sie feierlich, bevor sie den engagierten Schülern den Scheck in die Hände drückte.

Als Dankeschön erhielten die Schüler von der Stadt Elze neben Süßwaren jeweils fünf Mal freien Eintritt in das neue Freibad. Die beteiligte Lehrerin Anke Krüger bekam einen Blumenstrauß, ebenso Bianca Burandt von der Stadtverwaltung, die sich um die „100 000 Kleinigkeiten“ gekümmert habe.

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